Arbeiten verzögern sich

„Kahlschlag“ im Pilsholz? So begründet die Stadt die Aktion

Mit schweren Geräten wird der Pilsholz, insbesondere im Bereich des Wegenetzes, durchforstet.
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Mit schweren Geräten wird der Pilsholz, insbesondere im Bereich des Wegenetzes, durchforstet. Dabei fallen viele Bäume. 

Die Pflegemaßnahmen im Pilsholz laufen auf Hochtouren. Sie werden mehr Zeit in Anspruch nehmen als ursprünglich prognostiziert. Die Stadt Hamm geründet die Aktion und beklagt, dass sich nicht alle Nutzer an die Absperrungen halten.

Berge – Die Motorsägen sind den ganzen Tag über im Einsatz, am Wegesrand stapeln sich die Baumstämme. „Die Arbeiten verzögern sich um eine Woche“, teilte Stadtsprecher Tom Herberg mit. Demnach müssen sich die Bürger noch bis zum Freitag, 25. November, auf Beeinträchtigungen einstellen.

Die Baumfällaktion nimmt größere Ausmaße an, als sich einige Bürger erhofft hatten. Kritik ist die Folge. Von „Kahlschlag“ und „Profitgier“ ist unter anderem die Rede. Es werde Wald vernichtet, der aufgrund von steigenden Temperaturen gebraucht werde und Tieren Lebensraum biete.

„Aufräumen dient Erhalt der Waldstruktur“

Stadtsprecher Herberg hingegen sagt: „Begründet sind die Maßnahmen zur Förderung der nächsten Baumgeneration oder zur Herstellung des Lichtraumprofils erforderlich.“ Es sei ein Aufräumen, das dem Erhalt der Waldstruktur diene. Daher werde nicht nachgepflanzt. Das Umweltamt der Stadt hat die Entscheidung über Art und Umfang der Arbeiten gemeinsam mit dem zuständigen Förster, Maurice Cosler, getroffen.

Die Fällungen im Pilsholz bedürfen übrigens keiner besonderen Genehmigung. Cosler ist Mitarbeiter des Regionalforstamtes, das für solche Genehmigungen zuständig ist. Das Waldgebiet befindet sich im Eigentum der Stadt Hamm und ist als Bürgerwald für jedermann nutzbar.

Eindeutig: Durchgang verboten.

Bürger ignorieren Sperrungen - Kritik der Stadt

In diesem Zusammenhang erinnert der Stadtsprecher noch einmal auf die temporären Sperrungen einiger Wege und Bereiche im Pilsholz. „Während der Durchführung der Arbeiten wurde vermehrt festgestellt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger leider nicht an die Absperrungen halten“, so Herberg. „Gesperrte Bereiche sind zu meiden und dürfen nicht betreten werden“, sagt er. Wer sie betrete, setze sich großen Gefahren aus.

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