Laubsammel-Versuch erfolgreich - Weitere Umsetzung fraglich

Zehn Laubsammelbehälter hat der Abfallwirtschafts und Straßenreinigungbetrieb Hamm (ASH) am Frielicker Weg aufgestellt – und der Versuch war ein Erfolg: Die Anwohner achteten darauf, dass keine Fremdstoffe mitgesammelt wurden.
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Zehn Laubsammelbehälter hat der Abfallwirtschafts und Straßenreinigungbetrieb Hamm (ASH) am Frielicker Weg aufgestellt – und der Versuch war ein Erfolg: Die Anwohner achteten darauf, dass keine Fremdstoffe mitgesammelt wurden.

Heessen - Entgegen seiner Befürchtung seien die Laubsammelbehälter tatsächlich so gut wie ausschließlich mit Laub gefüllt gewesen. Das gestand Reinhard Bartsch, Chef des Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASH), jetzt in einer Sitzung der Bezirksvertretung ein.

Und er führt das unter anderem auf die Warnung seines Betriebes zurück, den Versuch, Laubsammelbehälter aufzustellen, bei Fehlbefüllungen sofort abzubrechen. Nach dieser positiven Zwischenbilanz kündigte Barsch an: „Wir müssen aber noch über Geld reden.“

Zwischen dem 12. Oktober und 16. November des vergangenen Jahres standen zehn Laubsammelbehälter versuchsweise am Frielicker Weg. „Sie waren in der Regel gut gefüllt“, sagte Bartsch. „Bei der ersten Leerung haben wir 800 Kilogramm Laub abgefahren, bei den Leerungen danach waren es 1,6 Tonnen.“ Rekordgewicht beim Laubbeseitigen seien 2,1 Tonnen gewesen.

So weit, so erfolgreich. Und dann sprach Bartsch über Geld. Einen Behälter könnten die ASH-Mitarbeiter mit einem normalen Restmüllfahrzeug plus Laubsauger innerhalb von fünf bis sechs Minuten leeren, zehn Behälter wären also innerhalb einer Stunde abgesaugt. Diese Stunde würde etwa 110 Euro kosten, mit Entsorgung stiege der Betrag auf 130 bis 140 Euro – pro Laubsammelbox.

Bartsch rechnete diese Kalkulation „mit aller Vorsicht“ hoch – und kam zu dem Ergebnis, dass 500 Behälter im Jahr 68.000 Euro kosten würden. Es sei aber noch herauszufinden, wie viele Behälter aufgestellt werden müssten, wenn ganz Hamm mit ihnen bestückt werden sollten.

Probleme ergäben sich, wenn er die daraus resultierenden zusätzlichen Kosten für einen Haushalt angeben solle, denn die Abfuhr der Laubsammelbehälter fielen unter die Straßenreinigung, und deren Gebühr richte sich danach, wie lang ein Grundstück sich die Straße entlangziehe. Bartsch sagte, wenn das Laubsammeln stadtweit eingeführt würde, sei mit einer „spürbaren Erhöhung der Gebühren“ zu rechnen: „Das können bis zu 20 Prozent sein, je nachdem wie viele Straßen infrage kommen.“ Genauere Daten will Bartsch nachliefern.

Das Thema Laubsammelbehälter wurde bereits mehrfach in Heessen diskutiert, der Bezirk übernahm damit eine Führungsrolle in der Stadt. Zuletzt hatten die Fraktionschefs Ludger Moor (SPD) und Arnd Hilwig (CDU) einen Antrag damit dem demographischen Wandel begründet: Immer mehr ältere Bürger hätten Probleme, das Laub zu den Sammelstellen zu bringen. Zwar wurde der Antrag zurückgewiesen, wenig später aber startete der ASH den Modellversuch im Frielicker Weg. Mittlerweile gibt es vergleichbare Initiativen in anderen Stadtbezirken.

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