Suchthilfe in Hamm

11. Hammer Suchttag: Gutes Netzwerk - Versorgung aber noch ausbaufähig

Akteure beim 11. Hammer Suchttag. Vorträge und Diskussionen wurden gut nachgefragt.
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Akteure beim 11. Hammer Suchttag. Vorträge und Diskussionen wurden gut nachgefragt.

Der elfte Hammer Suchttag befasst sich mit der Suchthilfe in Hamm. Vieles laufe da bereits gut, aber es gibt Verbesserungspotenzial.

Hamm – Wie kann in einem fortwährenden gesellschaftlichen Krisenmodus die Unterstützung von Menschen mit Suchterkrankungen gelingen? Wo steht Hamm mit seinen Angeboten und welchen Bedarf gibt es? Diesen Fragen gingen Experten, Mitarbeiter von Einrichtungen, Interessierte, Angehörige und Betroffene beim elften Hammer Suchttag im Gustav-Lübcke-Museum nach. Ergebnis: In der Suchthilfelandschaft in Hamm besteht ein engmaschiges Netzwerk, in der Qualität der Versorgung gibt es aber noch Luft nach oben.

11. Hammer Suchttag: Gutes Netzwerk - Versorgung aber noch ausbaufähig

Verbesserungsbedarf bestehe beispielsweise bei den Angeboten für junge Menschen, sagte Dr. Beate Bokhof vom Gesundheitsamt, die den Tag gemeinsam mit Fabian Schroer (Caritas-Suchtberatung) moderierte. Auch die Unterstützung von Angehörigen von Menschen mit Suchterkrankungen müsse weiter ausgebaut werden. Die „Schuldfrage“ beispielsweise, wie sie häufig Thema sei, stelle sich nicht, hieß es in einem der Vorträge. Wünschenswert sei auch die stärkere Verankerung von Suchterkrankungen in der medizinischen Ausbildung.

Etwa 70 Personen verfolgten das Programm, darunter viele Vertreter aus der Selbsthilfe. Ein guter Besuch, doch man habe sich mehr Entscheidungsträger aus der Politik gewünscht, hieß es von der Lenkungsgruppe Kommunale Suchthilfe, die den Suchttag organisiert hatte. In einer „Zukunftswerkstatt“ am 26. September soll die Suchthilfeplanung auf breiter Basis diskutiert werden.

Anlaufstellen der Suchthilfe in Hamm

Offene Sprechstunde in der psychiatrischen Ambulanz, Knappenstraße: Dienstag 14.30 bis 15.30 Uhr, Mittwoch 8 bis 10 Uhr, Freitag, 9 bis 11 Uhr (Versichertenkarte ist mitzubringen); Caritas-Suchtberatung, Franziskanerstraße 3: Dienstag 10 bis 11 Uhr, beratungszentrum@caritas-hamm.de, Telefon 14 45 00; Sozialpsychiatrischer Dienst der Stadt Hamm, Gesundheitsamt Heinrich-Reinköster-Straße 8: Montag bis Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 15.30 Uhr, Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr

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