Große Feier 2026
800 Jahre Hamm: Stadt plant große Geburtstags-Party
Die Stadt wird 800 – und das bereits in fünf Jahren. Höchste Zeit also, sich Gedanken über das Jubiläumsfest zu machen. Dass es mit den Westfälischen Hansetagen eine Großveranstaltung und mit der „Denkmaltopographie“ ein dickes Buch zum Stadtjubiläum geben wird, steht schon fest.
Hamm – Überlegungen für den 800. Geburtstag liefen bereits, sagte Stadtsprecher Lukas Huster. Wobei diese noch nicht konkret seien. Man gehe davon aus, mit etwa zwei Jahren Vorlauf in die konkreten Planungen einzusteigen. Das wäre 2024.
Hamm gehört zu den wenigen Städten, deren Geburtstag bekannt ist: Am Aschermittwoch 1226 wies Graf Adolf I. von der Mark (vor 1182 – 1249) den Bürgern des zerstörten Nienbrügge einen Siedlungsplatz im Winkel von Lippe und Ahse zu. Da so ein Landwinkel zwischen zwei Flüssen als „ham“ bezeichnet wurde, hatte die Stadt auch gleich ihren Namen.
Die Frage nach dem Termin
Allerdings stellt sich hier gleich die erste Frage: Der Aschermittwoch 1226 war ein 4. März. Der Aschermittwoch 2026 wird ein 18. Februar sein. Wann feiert man also? Vermutlich im Februar; schließlich findet ja auch der jährliche Stadtempfang traditionell am Aschermittwoch statt. Wen sollte man dazu einladen? 1976 hatte Bundespräsident Walter Scheel bereits zugesagt, ließ sich dann aber durch den Bundesratspräsidenten, den hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald, vertreten.
Wird das alles sein? Ein Festakt gehört sicherlich zu einer Jahrhundertfeier. Aber nicht nur geladene Gäste, auch die Bürger sollen sicherlich das 800-Jährige ihrer Stadt begehen können. Zum 750- und zum 775-jährigen Stadtjubiläen gab es jeweils Festumzüge im Spätsommer; das Jubiläum 1976 wurde zudem mit einem großen Spielfest begangen. Für 2026 stehe bereits fest, dass die Westfälischen Hansetage im Rahmen des Stadtjubiläums in Hamm stattfinden sollen, sagte Stadtsprecher Lukas Huster.
Neues Buch zum Jubiläum
Jubiläen sind auch immer Anlässe für dicker Bücher. Eine komplette Stadtgeschichte erschien zuletzt allerdings zum 700-jährigen Geburtstag 1926. 1976 gab die Stadt nur einen Aufsatzband heraus, 2001 einen Sammelband zur Frauengeschichte und den Katalog zur Stadtgründungs-Ausstellung im Gustav-Lübcke-Museum.
2026 soll nun die „Denkmaltopographie“ folgen, eine Auflistung sämtlicher Baudenkmäler im Stadtgebiet in Buchform. Es handelt sich um den Hammer Beitrag zu einem bundesweiten Projekt; Stadt und Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) nehmen dafür auch Geld in die Hand.