Betreiber suchen neuen Standort
"Unikat" hat ausgedampft: Stadt schließt Shisha-Bar
Hamm - Die "Unikat Shisha Lounge" am Museumsquartier ist geschlossen worden. Wegen schwerer Mängel hat die Verwaltung die Reißleine gezogen und den Betrieb untersagt.
Nach nur eineinhalb Jahren ist die „Unikat Shisha Lounge“ an der Heinrich-Reinköster-Straße von der Stadt Hamm geschlossen worden. Bei einer Kontrolle am 20. Juli wurde im Sofortvollzug der weitere Betrieb untersagt. Zusätzlich wurden die Geschäftsräume versiegelt. Die Betreiber hatten Ordnungsverfügungen zur Beseitigung akuter Brandgefahr wiederholt missachtet.
"Krasse Verstöße" im Vorfeld
„Das war unumgänglich“, betont ein Stadtsprecher. In der besagten Bar, die im Januar 2017 mit großem Getöse und hohen Ansprüchen in den ehemaligen Räumen von „Sendi’s Videopower“ eröffnet hatte, sei es darüber hinaus – wiederholt – zu „krassen Verstößen“ gekommen. Weil sich die Betreiber nicht kooperativ zeigten, entschied sich die Stadt Ende Juli, sofort die Reißleine zu ziehen. Das Tadelheft war offenbar so voll, dass der Verwaltung keine andere Möglichkeit mehr blieb.
Bei einem Termin mit dem Ordnungsamt am Mittwoch, bei dem es wegen eines gleichzeitigen Einbruchs auch zu einem Polizeieinsatz gekommen war, hatten die Betreiber die ersten Privatgegenstände aus der Bar geräumt. Bis auf Weiteres bleibt das Lokal aber versiegelt. Auf der Facebook-Seite der Lounge stellen die Betreiber die Vorkommnisse anders da.
Facebook-Statement der Betreiber
In einem Beitrag ist Folgendes zu lesen: „Liebe Freunde, leider erschwert uns die Stadt in letzter Zeit häufiger, unserer Arbeit nachzugehen, nämlich euch mit leckeren Shishas zu verwöhnen. Deshalb sehen wir keinen Sinn darin, an diesem Standort mit diesen intoleranten Nachbarn weiter zu machen. Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, unsere Unikat Lounge vorerst zu schließen.“ Die Betreiber kündigen darüber hinaus an, einen „besseren Standort“ zu suchen und dann erneut zu öffnen.
Dass die Verwaltung unverhältnismäßig hart kontrollierte, will der Stadtsprecher so nicht stehen lassen. Er betont: „Jeder der die Auflagen einhält, hat das gute Recht, eine Shisha-Bar zu betreiben.“ Zudem habe es diverse andere Vorfälle in der Bar unweit des Museumsquartiers gegeben, über die sich Anwohner beschwerten. „Diese Leute haben sich völlig respektlos verhalten“, sagt ein Nachbar. Mit dem heißen Pfeifentabak sei anderer Leute Eigentum zerstört worden. Für die Außengastronomie hatten die jungen Betreiber keine Genehmigung.
Wildes Parken vor der Laden-Tür
Das Parkverhalten der Gäste war Anlass für vermehrte Kontrollen durch die Polizei und das Ordnungsamt. So wurden regelmäßig dutzende Fahrzeuge auf Rettungswegen oder Sperrflächen abgestellt. „Die haben hier richtige Rennen veranstaltet und rumgeprotzt“, ergänzt ein Anwohner. Auf eine weitere Anfrage zu den Vorfällen antwortete der Betreiber gestern nicht.