Neues Westentor erst ab 2020 - Umgestaltung verzögert sich
Hamm - Bis zum Umbau des Westentors werden voraussichtlich noch rund drei Jahre vergehen. Mit dem Beginn der eigentlichen Bauarbeiten sei nach jetziger Einschätzung Mitte 2020 zu rechnen, sagt Stadtsprecher Tom Herberg auf Nachfrage.
Die Umgestaltung des Busbahnhofs ist eines der Leitprojekte des Städtebaulichen Rahmenplans beziehungsweise des Maßnahmenkonzepts „Perspektive Innenstadt 2030“.
Voraussichtlich Ende des kommenden Jahres werde zunächst der Lippeverband notwendige Kanalarbeiten am Westentor ausführen, so Herberg. 2019 solle dann ein Ideenwettbewerb starten, in dem Planungsbüros ihre Visionen vom Westentor der Zukunft einreichen können. Die Vorbereitung des Wettbewerbs sei angelaufen, sagte Herberg. Mit einer Juryentscheidung sei dann in etwa bis Ende 2019/Anfang 2020 zu rechnen.
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Zwischengeschaltet seien mehrere Bürgerbeteiligungen, bei denen die Anregungen und Anliegen von Bürgern, Geschäftsleuten und Interessengruppen eingebracht werden könnten. Dazu zähle beispielsweise auch das Thema Kunst am Westentor, mit dem der Verein zur Förderung des Martin-Luther-Viertels bei der Umgestaltung neben reiner Funktionalität gerne einen Schwerpunkt setzen möchte. Der Verein sieht in Kunstprojekten im Öffentlichen Raum an dieser Stelle eine einmalige Chance, mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen und auch ein anderes Klientel anzulocken. „Der Kunstgedanke wird einfließen“, kündigte Herberg an. „Und zwar nicht erst, wenn alles zu spät ist.“
Gespräche mit Geschäftsleuten
Zum Teil habe die Stadt bereits Gespräche mit Geschäftsleuten aus dem Umfeld aufgenommen, so der Stadtsprecher. Möglicherweise biete der Umbau des Westentores auch Anreize für eine Neugestaltung von Fassaden.
Die Busspuren sollen bei Rückbau eines Bussteigs neu geordnet werden. Dadurch will die Stadt den Fußgängern und Radfahrern deutlich mehr Raum geben und für eine bessere Anbindung an die Fußgängerzone sorgen. Der Bodenbelag soll ausgetauscht und barrierefrei werden, und auch das Mobiliar wird erneuert. Über den Westring soll ein so genannter „roter Teppich“ führen und für einen optisch stärkeren Zusammenhang mit der Bahnhofstraße sorgen.
Auf 1,2 Millionen Euro (nach Vorplanung Tiefbauamt) hat die Stadt die Gesamtkosten geschätzt. Dem im Maßnahmenkonzept gesetzten Zeitrahmen von 2016-2019 hinkt sie bereits hinterher. Zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt soll dann noch einmal die von der Priorität her gering eingestufte Umgestaltung des Straßenraumes am Westring erfolgen (ab 2025).