Gastro mit Treffpunktcharakter in Hamm
Urig mit moderner Note: Haus Henin wieder am Start - Fotos
Hamm - Nach rund acht Monaten Leerstand kehr in das altehrwürdige Alte Brauhaus Henin in der Innenstadt wieder Leben ein. Die Wiedereröffnung findet am Samstagnachmittag statt.
Auf den ersten Blick hat sich nicht viel verändert im Brauhaus. Doch der erste Blick trügt: Zwar darf das Gebäude aus dem Jahr 1516 wegen des Denkmalschutzes baulich nicht verändert werden, doch mit klarer Handschrift haben die neuen Betreiber der Gastronomie, die Blueliner Event UG und Geschäftsführerin Jana Heinze, dem Henin ein neues Innenleben verpasst.
Am Samstag ab 17 Uhr findet die Eröffnungsfeier statt. Rund 100 Gäste haben bereits reserviert. Wenn das rote Band am Eingang durchtrennt ist, schreiten sie über den abgeschliffenen Dielenboden in einen Schankraum, der moderne Elemente dezent ins urig-historische Ambiente einbezieht. Verschwunden sind alte, überbordende Dekoelemente, weiße Wände und klare Strukturen mit wenigen, aber schön in Szene gesetzten Details erwarten die Besucher.
Komplett erneuert ist die Beleuchtung. Darauf legt Heinze Wert. Fast unscheinbar sind die kugelförmigen, kupferfarbenen Leuchter über der
Theke. Dennoch sind sie ein „Hingucker“, weil sie dezent Material und Farbe von Thekenelementen und Rohrleitungen aufgreifen.
Bis zu 150 Gäste finden im Henin auf den einzelnen Etagen Platz. Die verschiedenen Räume bieten Rückzugsmöglichkeiten für kleinere oder größere Gesellschaften. Gegessen und getrunken werden kann auf allen Etagen. „Leidtragende“ sind in dem Fall die Angestellten, denn sie müssen die Speisen von der Küche im obersten Stockwerk mitunter bis in den Weinkeller transportieren. „Wir haben alle gleich darauf hingewiesen, dass sie bei der Arbeit fit bleiben“, sagt Heinze mit einem Lachen.
Gut bürgerliche Küche mit Niveau
Die Küche, die in Teilen vom vorherigen Pächter übernommen wurde, ist das Revier von Küchenchef Robert Strohschein und Patrick Preusche. Strohschein kochte zuletzt im Tagungshotel Maifeld in Werl und zuvor im Vier-Sterne-Eibsee-Hotel an der Zugspitze. Eine gut bürgerliche deutsche Küche mit saisonalen und anlassbezogenen Produkten will Strohschein den Gästen präsentieren. „Uns ist es wichtig, die Karte nicht zu überfrachten und frische Zutaten anzubieten“, sagt Heinze.
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Dazu gibt es Pils, Alt, Weizen und das „Heniner Hopfenglück“ als lokale, aber nicht in Hamm gebraute Marke, vom Fass. Eine Leitung bleibt frei für Saisonbiere. Im Weinkeller, wo später Verköstigungen und andere Veranstaltungen stattfinden sollen, erwartet die Besucher das, was der Name verspricht: Weine in stimmungsvoller Gewölbekelleratmosphäre.
„Das Henin soll ein Treffpunkt werden, den man auch ohne Verabredung besuchen kann“, wünscht sich Heinze. Die Gastronomie stehe für Kneipenleben und Restaurantbetrieb gleichermaßen und ergänze das bestehende Angebot in Hamm sowohl durch das Ambiente als auch konzeptionell.
Zum Auftakt am Samstag heißt das Motto „Oktoberfest“. Dirndl und Lederhose sind ausdrücklich erwünscht. Ab 20 Uhr spielt ein DJ Oktoberfestmusik.




