Ab Samstag in der Hammer Bahnhofstraße

Shisha-Bar will mit schwarzer Fassade nicht abschrecken

Simge Ünlü will ein Publikum quer durch alle Kulturen und vor allem auch Studenten ansprechen.
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Simge Ünlü will ein Publikum quer durch alle Kulturen und vor allem auch Studenten ansprechen.

Hamm-Mitte - Früher einmal waren die Räumlichkeiten der Saal vom „Kipp’n in“, später in abgespeckter Form ein Schallplattenladen, dann Spielhalle und während eines kurzen Intermezzos auch mal ein Café. Am Samstag, 28. Januar, eröffnet hinter der schwarz verkleideten Fassade an der Bahnhofstraße 29 die „VIP Shisha Lounge“.

Geschäftsführerin Simge Ünlü (22) möchte hier einen Treffpunkt quer durch alle Kulturen etablieren. Besonders auch Studenten will sie mit ihrem Betrieb ansprechen. „In Hamm gibt es wenig Möglichkeiten, sich in entspannter Atmosphäre zu treffen“, meint sie. „Die Leute wollen nicht immer nur im Feiermodus sein.“ Allerdings ist sie mit ihrer Lounge längst nicht allein: Erst kürzlich hatte schräg gegenüber ein Betrieb eröffnet, an der Süd- und Oststraße gibt es weitere. Neun Monate Zeit und rund 100.000 Euro hat sie in die Renovierung und die Gestaltung der Räumlichkeiten gesteckt. Hilfe habe sie von Familie und Freunden erhalten.

Die schwarze, fensterlose Optik mit den goldenen Lettern habe sie bewusst gewählt: „Das ist nicht abschreckend, sondern Schwarz steht für etwas Edles.“ Zwar lägen unter mehreren Trockenbauwänden unsichtbar noch Fenster, doch es sei kompliziert gewesen, diese freizulegen.

Die „VIP Shisha Lounge“ mit seiner schwarzen Fassade will Menschen aus allen Kulturen ansprechen.

Dass die Bahnhofstraße in diesem Bereich im Ruf eines Drogenumschlagplatzes steht, habe sie vorher nicht wahrgenommen, sagt Ünlü. Abgehalten hätte sie dies von ihren Eröffnungsplänen aber nicht, sagt sie. Zwischenzeitlich habe sie auch schon klare Ansagen gemacht, dass sie derartige Geschäfte vor ihrer Tür nicht dulde.
Hinter der schwarzen Fassade verbergen sich Räume von rund 160 Quadratmeter Größe. Das dominierende Rot der Vormieter hat Ünlü, durch Schwarz, Weiß und Grau ersetzt. Klar voneinander getrennte Sitzeinheiten sollen für Privatsphäre sorgen.

Sie habe sich viele Shisha-Bars angesehen, sagt Ünlü, für die die Lounge der erste eigene Gastronomiebetrieb ist. „Dann habe ich mich gefragt, was mir fehlt und daraus eine persönliche Handschrift entwickelt.“ Künftig will die Jungunternehmerin auch kleinere Veranstaltungen anbieten. Im Sommer soll der Außenbereich vor der Tür mit genutzt werden. Bis zu zehn Mitarbeiter will Ünlü beschäftigen.

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