Aus für „Haarscharf“: Wieder Leerstand im Dabelow-Haus
Hamm - Der Friseur-Salon „Haarscharf“ im Dabelow-Haus in der Weststraße 26 hat seinen Geschäftsbetrieb am Mittwoch eingestellt. Die Mitarbeiter sind seit Mittwoch bei vollem Lohn bis Ende Mai freigestellt.
Das teilte ein Sprecher der Westend Haarscharf GmbH mit. Es handele sich um eine Abwicklung der GmbH und keine Insolvenz, betonte der Sprecher. Grund für die Schließung seien nicht erfüllte Umsatzerwartungen und interne Differenzen. Daher habe sich Investor und Gesellschafter Klaus Osiewacz entschlossen, den Betrieb nicht weiter zu unterstützen.
Der Salon hatte erst Anfang Oktober eröffnet. Klaus Osiewacz hatte in den Umbau der Immobilie, in das Inventar und in den Betrieb investiert.
Immobilieneigentümer Josef Nottelmann erhoffte sich seinerzeit eine langfristige Bindung. Er nannte die Eröffnung damals ein „gutes Zeichen
für die Stadt“.
Nun hat der Investor einen Schlussstrich gezogen. Er sprach von einer wirtschaftlich-strategischen Entscheidung. Für das Inventar will er einen Interessenten finden.
Vereinbarte Termine finden nicht mehr statt. Wert-Gutscheine würden ausbezahlt, kündigte der Sprecher an.
Nun steht die denkmalgeschützte Immobilie aus dem 17. Jahrhundert wieder leer. Zwei Jahrzehnte waren hier vorher Bankgeschäfte geführt worden. Viel länger jedoch – seit dem frühen 20. Jahrhundert – währte die Ära des Buchhandels Dabelow. Davon zeugt noch die alte Außenwerbung. - WA
