Bundespolizei rund um die Uhr vor Ort

Ist der Hammer Bahnhof ein Angst-Raum für Reisende?

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Hamm - Ist der Hammer Bahnhof ein Angst-Raum für Reisende? Auf jeden Fall gebe es "viel zu tun", sagt die Bundespolizei.

Polizei-Gewerkschaften und SPD-Opposition im Landtag NRW haben auf erhebliche Sicherheitslücken an Bahnhöfen im Land hingewiesen und gleichzeitig Personalmangel bei der Bundespolizei beklagt. Als „Angst-Raum“ sieht der Pressesprecher der Bundespolizei NRW, Jens Flören, den Hammer Bahnhof aber nicht.

„Ja, hier ist viel zu tun“, räumt Flören ein, „aber dem tragen wir auch Rechnung, indem die Wache an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden lang besetzt ist“. Hamm sei Umsteigebahnhof, unter anderem auch für Fußballfans oder bei anderen Großveranstaltungen. Typische Delikte seien Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung oder Diebstähle.

Grundsätzlich gelte es auch, die „Szene“ rund um die Bahnhöfe im Blick zu haben. „Denn eng damit verbunden ist das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen“, sagt Flören. „Darauf werden wir reagieren müssen – gemeinsam mit der Landespolizei, den Behörden vor Ort und den Verkehrsbetrieben.“

Die Bundespolizei ist in Hamm ständig präsent.

Den Hammer Bahnhof trifft der vermeintliche Mangel an Kräften offenbar nicht mit der gleichen Wucht wie andere Inspektionen, beispielsweise im Raum Rhein-Ruhr. Über Schicht-Stärken wollte der Sprecher aus taktischen Gründen keine Auskunft geben. Es sei aber sicher gestellt, dass durchgängig Beamte reagieren könnten. „Sollten Kollegen auf Streife sein, sind sie über eine Rufumleitung erreichbar“, sagt Flören.

In der Inspektion Münster, zu der Bielefeld, Paderborn und Hamm gehören, liege das Soll bei 300 Beamten. Der Besetzungsgrad der Stellen liege bei 95 Prozent, 85 Prozent davon seien stets abrufbar. Es habe nicht immer Sinn, über Schichtstärken zu diskutieren. „Schwerpunktorientierte Einsätze erfordern Mobilität“, so der Sprecher. Das betreffe beispielsweise Einsätze bei Fußballspielen.

Keine auffällige Zunahme der Fallzahlen

Sein Kollege Rainer Kerstiens, Pressesprecher bei der für Hamm zuständigen Bundespolizeiinspektion Münster, ist regelmäßig vor Ort. Ohne auf genaue Fallzahlen eingehen zu können, sprach Kerstiens gegenüber dem WA allgemein von einem „hohen Niveau“ der Delikte. Eine auffällige Zunahme der Fallzahlen sei in Hamm aber nicht festzustellen. „Der Hammer Bahnhof steht im regelmäßigen Austausch nicht ständig im Fokus“, sagte Kerstiens.

Die Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landespolizei funktioniere in Hamm sehr gut, sagen beide. Das bestätigt auch Pressesprecherin Julia Breitenstein von der Hammer Polizei. „Die Kollegen bleiben bei Einsätzen nicht vor der Bahnhofstür stehen, weil hier der Zuständigkeitsbereich der Landespolizei endet“, sagt sie.

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