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Zukunft ungewiss: Stunikenhaus steht seit Dezember leer

Hier bleibt die Küche kalt: Das Stunikenhaus steht ab sofort leer.
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Hier bleibt die Küche kalt: Das Stunikenhaus steht ab sofort leer.

Das Stunikenhaus steht vor einer unsicheren Zukunft. Das Restaurant ist seit wenigen Tagen geschlossen, einen neuen Käufer gibt es noch nicht.

Hamm-Mitte – Das Gebäude wird Eigentümer Heinz Harling zufolge bis auf Weiteres leer stehen. Ernsthafte Kaufangebote für die Immobilie habe es bisher nicht gegeben. Die bisherigen Pächter, Daniel und Tanja Voss, eröffnen am 12. Januar ihr neues Restaurant „Taste“ an der Werler Straße.

Harling hatte die Schließung des Restaurants zum Jahresende bereits im Oktober angekündigt. Nach „wirtschaftlich anspruchsvollen Jahren“ habe er sich mit den Pächtern einvernehmlich darauf geeinigt. Man sei im Guten auseinandergegangen, betonte der Unternehmer am Freitag. Die Voss‘ hatten am 2. Weihnachtstag zuletzt geöffnet – „nach fünf aufregenden und schönen Jahren“. Die beiden wollen im ehemaligen „da Enzo“ an der Werler Straße weitermachen. Ihr neues Restaurant „Taste“ öffnet am 12. Januar.

Bisher keine Kaufangebote: Grundbuch-Passus ein Problem

Im Stunikenhaus wird es dann ruhig sein. Das Haus werde mit einer Alarmanlage gesichert und von einem Wachdienst kontrolliert, sagte Harling. Sporadisch werde es für Veranstaltungen genutzt werden. Eine dauerhafte Nachnutzung sei aber nicht in Sicht. Ernsthafte Kaufangebote seien bisher ausgeblieben. Ein Problem der Nachnutzung sei die im Grundbuch festgelegte Bindung an Gastronomie, die Anwaltskanzleien und Architekturbüros ausschließe. Die Stadt habe ihm jedoch signalisiert, dass der Passus bei einem sinnvollen Konzept gestrichen werden könne.

Das Haus war 1748 vom Kaufmann Johann Bernhard Stuniken errichtet worden und wird damit im kommenden Jahr 275 Jahre alt. Es war 1977 aus Familienbesitz an die Stadt gekommen, die es für einen Millionenbetrag restaurieren ließ und dann an eine private Beteiligungsgesellschaft weitergab.

Harling erwarb das Baudenkmal 2011, um es vor dem Verfall zu bewahren und investierte im Laufe der Jahre erhebliche Mittel in Unterhalt und Restaurierung. Jetzt wolle er es in gute Hände abgeben, sagte er. Das Gebäude sei für Hamm ebenso einzigartig wie erhaltenswert.

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