Haltepunkt

3.500 Tonnen schwer: Neue Eisenbahn-Brücke in Westtünnen in Position - Beeindruckende Bilder

Zentimeter für Zentimeter: Das Brückenbauwerk am Haltepunkt in Westtünnen hat seine vorgesehene Position erreicht.
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Zentimeter für Zentimeter: Das Brückenbauwerk am Haltepunkt in Westtünnen hat seine vorgesehene Position erreicht.

21,4 Meter lang, 9,55 Meter hoch und 3.500 Tonen schwer ist das Brückenbauwerk, das am Montag seinen Platz in Westtünnen als Teilstück des neuen Südfeldwegs eingenommen hat. Ein beeindruckendes Unterfangen.

Westtünnen – Zentimeter für Zentimeter rückte der Koloss per Hydrauliksysteme von der Freifläche zwischen Bahnlinie und Verdistraße vor in Richtung Gleise. Hebezylinder drückten die Brücke nach oben, gleichzeitig wurde sie dann auf Schienen fortbewegt – und dies Stück für Stück.

Immer wieder wurde der Vorgang unterbrochen, um neu zu justieren und die Millimeterarbeit schließlich fortzusetzen. Am frühen Nachmittag hatte die Brücke ihre Endposition erreicht.

Südfeldweg wird künftig über das Feld geführt

In den folgenden Wochen und Monaten werden die weiteren Tröge – einer existiert bereits – erstellt, sechs an der Zahl. Letztlich wird das Bauwerk eine Länge von 195 Metern haben. Der Südfeldweg wird aus Rhynern kommend im Kreuzungsbereich mit der Verdistraße in Richtung Haltepunkt über das bisherige Feld geführt.

Hydraulikzylinder und Schienen sorgten dafür, dass das 3500 Tonnen schwere Bauwerk fortbewegt werden konnte.

Da erhält die Straße ein entsprechendes Gefälle, um unterhalb der Bahnschienen die nötige Tiefe zu erreichen. In Richtung Westtünner Mitte geht es entsprechend wieder hinauf, um im Kreuzungsbereich mit der Von-Thünen-Straße das dortige Niveau wieder zu erreichen.

Übergang Dierhagenweg kann nicht mehr genutzt werden

Parallel zum Stadt-Bahn-Gemeinschaftsprojekt des Straßen- und Brückenbaus errichtet die Bahn bereits den Bahnsteig. Sie nutzt die Sperrung der Strecke, um die Stufen, die direkt an den Gleisen liegen, zu bauen. „Dies geschieht auf dem gesamten Abschnitt zwischen Brücke und dem mittlerweile stillgelegten Bahnübergang Dierhagenweg“, erklärt Christian Maßmann, leitender Straßenplaner der Stadt Hamm.

Die Bahnsteigkante ist bereits erkennbar. Sie wird derzeit zwischen Brücke und Übergang am Dierhagenweg gebaut.

„Nun ist auch gut zu erkennen, dass der Übergang Dierhagenweg aus baulichen Gründen gar nicht mehr genutzt werden kann“, erklärte Oberbürgermeister Marc Herter während einer Besichtigung. Anwohner hatten den Wunsch geäußert, den Übergang, der als Schulweg diente, noch offen zu halten. Dies geht nicht. Demnächst wird es hier eine Zuwegung auf den Bahnsteig geben.

Bis Anfang September ist die Bahnstrecke noch gesperrt. In der letzten Woche der Sperre werden die Gleise vom Dierhagenweg bis zum alten Bahnhof in Osttünnen noch neu verlegt.

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