Nicht jeder erhält Wunschplatz

Gut ausgelastet: Herringer Grundschulen erwarten 260 neue i-Männchen

Hermann-Gmeiner-Schule
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Nur noch wenig Luft nach oben: Die drei Grundschulen im Stadtbezirk Herringen – die Hermann-Gmeiner-Schule, die Jahnschule ist gut ausgelastet. 

Herringen hat drei Grundschulen - alle davon sind gut ausgelastet. Doch den jungen Stadtbezirk erwarten im Sommer über 260 neue Schulkinder. Eine logistische Herausforderung? WA.de hat die Infos.

Herringen – Herringen ist, was die Zahl der Kinder im Vergleich zur Einwohnerzahl betrifft, der jüngste Stadtbezirk Hamms. Gut ablesbar ist das an der Zahl der i-Männchen, die ab dem Sommer eine der drei Grundschulen besuchen werden. Aktuell sind das 262 – und damit deutlich mehr als im etwa gleich großen Stadtbezirk Pelkum (205) oder als im viel größeren Stadtbezirk Uentrop (234). Und: Mit der Lessingschule stellt Herringen nicht nur die Grundschule mit den meisten Anmeldungen, sondern auch die größte Grundschule in Hamm. Das bringt zwar einige logistische Herausforderungen mit sich. Insgesamt zeigten sich deren Leiterin und ihre beiden Kolleginnen mit der Entwicklung an ihren Schulen aber zufrieden.

Hermann-Gmeiner-Schule

Die vierzügige Hermann-Gmeiner-Schule, die keine Kinder ablehnen musste, werden zum neuen Schuljahr – Stand jetzt – 83 i-Männchen besuchen. Erfahrungsgemäß werde die Schülerzahl hier, wie Schulleiterin Cornelia Lagoda sagte, im Laufe des Schuljahres aber noch steigen.

Und genau das ist aus ihrer Sicht ein Problem. Denn: Aufgrund ihres sozialen Umfeldes gehört die im Hammer Westen gelegene Hermann-Gmeiner-Schule zu den sechs Hammer Grundschulen mit besonderen Lernbedingungen. Daher liegt bei ihnen die Zahl der Schüler pro Eingangsklasse bei maximal 24. Bei den anderen Grundschulen sind es – je nach Zahl der Züge – zwischen 25 und 29. Mit aktuell 21 Schülern pro Klasse sieht Lagoda das neue 1. Schuljahr noch gut aufgestellt.

Die Frage ist, ob das  auch so bleibt. Zwar ist bis zur Höchstgrenze von 24 Schülern pro Klasse noch ein wenig Luft nach oben. Sie gilt aber nur bis zum 31. Juli. Fehlt es nach diesem Stichtag an Schulplätzen beziehungsweise treffen danach Anmeldungen beispielsweise von Hinzugezogenen ein, kann der Wert auch dort überschritten werden. Im aktuellen 1. Schuljahr ist das bereits jetzt der Fall. Die einzelnen Klassen werden mittlerweile von 27 beziehungsweise 28 Kindern besucht. Angesichts der Rahmenbedingungen an ihrer Schule sei das eine besondere Herausforderung, gab die Schulleiterin zu bedenken.

Jahnschule

Nur noch wenig Luft nach oben: Die drei Grundschulen im Stadtbezirk Herringen – die Hermann-Gmeiner-Schule, die Jahnschule und die Lessingschule (von links) – sind gut ausgelastet. Im Sommer werden hier mehr als 260 i-Männchen erwartet.

Deutlich zulegen konnte im Vergleich zu diesem Schuljahr (39 Anmeldungen) die Jahnschule. Mit mittlerweile 54 i-Männchen ist die zweizügige Grundschule, die sich das Gebäude mit der Lindenschule – einer Förderschule für Sprache – teilt, an der Kapazitätsgrenze angekommen. Laut Schulgesetz liegt die Höchstgrenze bei zwei Eingangsklassen bei 56 Schülern, also 28 pro Klasse. Schulleiterin Christiane Niewerth hofft, dass man dieses Niveau auch in den kommenden Jahren halten kann. Große räumliche Probleme seien aufgrund der Zweizügigkeit ihrer Schule nicht zu erwarten.

Dennoch wird sich an der Jahn-/Lindenschule zeitnah etwas tun, wie Stadtsprecher Tom Herberg erklärte. In 2023 stünden 25 000 Euro für die Durchführung der Planungsphase Null zur Verfügung. „Diese hat zum Ziel, ein neues räumlich-pädagogisches Schulraumkonzept für die beiden Schulen zu erarbeiten, um daraus den baulichen Bedarf ableiten zu können.“ Hintergrund sei der künftige Rechtsanspruch auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule.

Lessingschule

Nach dem künftigen 4. Schuljahr wird auch das neue 1. Schuljahr fünf Klassen haben. Ausgelegt ist das Gebäude an der Holzstraße jedoch nur auf vier Klassen pro Jahrgang.

Aufgrund der hohen Anmeldezahl (139) hätte die Lessingschule sogar sechs Eingangsklassen bilden können. „Dazu bräuchten wir aber noch mehr Räume und Lehrer“, so Schulleiterin Wiebke Bürgelt. Sie sei froh, dass man wenigstens fünf Eingangsklassen mit insgesamt 125 Schülern habe bilden können. Es sei zwar bedauerlich, dass man einigen Kindern habe absagen müssen. Bei vier Zügen mit maximal 26 Kindern pro Klasse hätte das aber über 30 Kinder betroffen.

Auch die Lessingschule wird gut besucht. Sie hat sogar noch eine weitere sechste Klasse bilden können.

Für die fünfte Eingangsklasse muss die Lessingschule allerdings einen Fachraum opfern. Der herkunftssprachliche Unterricht müsse auf andere Räume verteilt werden, erklärte Bürgelt. Dies sei zwar eine planerische Herausforderung. Man werde das aber hinbekommen, so die Leiterin, die sich insgesamt aber sehr über den weiterhin starken Zulauf freute.

Entsprechend der Schülerzahl wird auch die Zahl der Kinder in der Über-Mittag-Betreuung und der OGS steigen. Im neuen Schuljahr werden das über 300 sein. Essen werden die Kinder in mehreren Schichten im Momentum. Dort betreut werden aber nur Kinder des 1.  Jahrgangs. Die 2. Klassen werden die Räume im Keller, der 3. und 4. Jahrgang die Klassenräume nutzen. Für sie soll zudem ein Indoor-Spielplatz im Momentum eingerichtet werden.

Neues Schuljahr bedeutet auch: neue Elterntaxis für ihre i-Männchen. Wie Stadt und Polizei an Falschparker appelliert, lesen Sie hier. Große Unruhe herrschte in diesen Tagen in der Schulgemeinde der Schillerschule: Grund ist der plötzliche Wechsel in der Schulleitung.

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