Gruselspektakel im Familiengarten

Untote und Hexen zu Halloween in Braam-Ostwennemar

Einen schaurigen Garten zu haben, ist eigentlich kein schönes Kompliment – es sei denn, es handelt sich um den Garten von Brigitte Schoppmann aus Braam-Ostwennemar in der Zeit vor Halloween.

Braam-Ostwennemar – Denn den Garten am Kirchweg 34 hat sie für das Gruselspektakel wieder liebevoll hergerichtet und möchte damit vor allem den Kindern aus der Umgebung eine Freude bereiten.

„Ich habe einen kompletten Friedhof im Garten“, sagt sie, während sie sich auf dem Areal umschaut, und lacht. Für den Gruseleffekt sorgen nämlich mehrere Skelette – darunter eines, das aus einem Sarg herausguckt und eines, das auf einem Motorrad sitzt – sowie einige Grabsteine.

Auch gibt es im Garten sowie dem Bereich vor dem Haus zwölf Hexen, jede Menge Geister, einen riesigen Drachen, 30 beleuchtete Kürbisse sowie unzählige andere Dekoartikel zu dem ursprünglich in Irland verbreiteten, aber erst in den USA ausgereiften Brauchtumsfest, das sich seit Jahren auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut.

Untote fahren bei Brigitte Schoppmann im Garten Motorrad.

Brigitte Schoppmann und ihr Mann Joachim haben viele der Exponate sogar selbst gebastelt. Dabei ist Brigitte Schoppmann eines besonders wichtig: die Liebe zum Detail. „Ich habe dem Werwolf im Vorgarten neulich die Nägel und Zähne gemacht“, sagt Schoppmann mit einem Lächeln. Was sie meint: Damit der Werwolf sogar im Dunkeln grimmig aussieht, hat sie ihm an einigen markanten Stellen eine Neonfarbe aufgetragen – darunter an den Fingernägeln und seinem Gebiss.

Einen Blick in den Garten werfen darf jeder Interessierte. Dabei richtet sich das kostenlose Angebot vor allem an Kinder mit ihren Eltern. „Ich habe das früher immer für meine Kinder gemacht“, erinnert sich Schoppmann daran, wie sie einst überhaupt auf die Idee kam. Weil die aber irgendwann dafür zu groß geworden sind – sie sind alle längst erwachsen – richtet die Ostwennemarerin ihren Halloweengarten nun hauptsächlich für die Kinder aus der Umgebung her.

Halloween-Garten bei Schoppmann in Braam-Ostwennemar

„Ich liebe Kinder einfach“, sagt die stolze Mehrfachmama und bereits Oma, die in ihrer Freizeit auch schon mehrere Kinderbücher geschrieben hat. Ein Kinderlachen sei „das Schönste“, findet sie und sieht darin den Lohn der Mühen des tagelangen Aufbaus, mit dem sie und ihr ebenso eifriger Ehemann schon Mitte Oktober begonnen hatten.

Schaurig-schön: Im Garten von Brigitte Schoppmann am Kirchweg warten unzählige Gruselfiguren auf kleine und große Besucher. Zum Glück gibt es für Kinder am 31. Oktober hier nur Süßes – und nicht Saures.

Für Brigitte Schoppmann ist deshalb eines ganz besonders wichtig: „Die Kinder sollen Spaß haben“, sagt sie und sieht deshalb von allzu schauderhaften Exponaten ab. So sind für sie beispielsweise Flüssigkeiten, die wie Blut aussehen sollen, oder abgetrennte (Plastik-)Körperteile ein absolutes „No-Go“. Gleiches gilt für sogenannte Horrorclowns, denn: „Clowns sollen lustig sein.“

Halloween-Garten bei Schoppmann in Braam-Ostwennemar

Auch hat Schoppmann bei mehreren ihrer Figuren die Funktionen deaktiviert. So könnte theoretisch eine Figur in der Nähe des Fußgängerweges vor ihrem Haus nach vorne fallen und so die Fußgänger erschrecken. Doch auch so weit möchte Schoppmann nicht gehen, zumal aus dem Schreck heraus auch etwas passieren könnte.

Hexen, Werwölfe, Skelette und viele andere grimmige Gesellen: Brigitte Schoppmann hat bei den Aufbauten im Halloween-Garten wieder auf viele Details geachtet.

Ein schauderhaft-schönes Spektakel bietet Familie Schoppmann aber nicht nur in den Tagen vor Halloween, sondern auch am 31. Oktober selbst. „Da wird es auch lebende Erschrecker geben“, verrät Brigitte Schoppmann. Zudem bekommt jedes Kind etwas Süßes zum Mitnehmen. „Trotz Corona sind vergangenes Jahr 75 Kinder hergekommen“, sagt sie und hofft, dass auch dieses Mal wieder viele Kinder mit ihren Familien zum Kirchweg kommen.

Das Halloweenhaus am Kirchweg

Wer einen Blick in den Garten des Halloweenhauses am Kirchweg 34 in Braam-Ostwennemar wagen möchte, kann das bis einschließlich 1. November täglich von 18 bis 23 Uhr. Corona-bedingt dürfen maximal fünf Personen oder eine Familie gleichzeitig in den Garten.

Rubriklistenbild: © Reiner Mroß/Digitalbild

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