Es grünt so grün im Kurpark: Ist das ein Problem?
Hamm - Seit einigen Tagen ist Hammer Kurpark zu beobachten, wie die Teiche immer grüner werden. Schuld daran ist die kleine Wasserlinse, die auf der Wasseroberfläche eines Teiches rasch dichte Bestände entwickelt - treffend Entengrütze genannt.
Vor allem an warmen Tagen - wie inzwischen seit längerer Zeit - hat die Entengrütze ideale Bedingungen zur Verbreitung. Doch wenn die Pflanzen nicht regelmäßig entfernt werden, kann es zu Licht- und Sauerstoffmangel unter der Teichoberfläche kommen, was im schlimmsten Fall zum Ersticken der Organismen im Biotop führen kann.
Allerdings sei dies im Kurpark nicht der Fall, da die Gewässer so groß seien, dass immer ein Teil der Oberfläche frei bleiben würde, so ein Stadtsprecher. „Sobald das Wetter zum Ende des Sommers oder zum Herbstanfang abkühlt, wird die Wasserlinse schnell zurückgehen.“
Bei privaten Gewässern ist der Befall weniger wahrscheinlich, da sie oftmals viel kleinere Oberflächen besitzen. Wenn allerdings trotzdem ein Befall vorliegt, sollte die Wasseroberfläche mit einem Kescher von der Entengrütze befreit werden.
Enten und Wasservögel nutzen die kleine Wasserlinse gerne als Nahrung, sie stellt allerdings keine notwendige Nahrungsform dar – ist also nur ein schmackhafter Zusatz. Sollte kein Tier im oder am Teich leben, das die Entengrütze verzehrt und damit beseitigt, können auch Spaziergänger und Radfahrer zugreifen – denn die Wasserlinse ist in etwa so nahrhaft wie Sojabohnen. - kj
