Razzia gegen China-Bordelle: Einsatz auch an Kamener Straße

Symbolbild
+
Symbolbild

[UPDATE] Wiesbaden/Hamm - Bei einer großen Razzia in zehn Bordellen und vielen Wohnungen in NRW und Hessen sind am Dienstag vier mutmaßliche Schleuser festgenommen worden. Das BKA führte auch in Hamm eine Razzia gegen einen "China-Club" durch.

In Hamm wurden mehrere Personen im Präsidium vernommen - sowohl Prostituierte als auch Freier. Festnahmen gab es hier nicht. Die Aktion fand den Angaben des Staatsanwalts zufolge am Dienstag zwischen 14 und 15 Uhr statt. Anschließend wurde der Club an der Kamener Straße in Pelkum - wie auch alle anderen - geschlossen.

Weitere Einsätze wie den in Hamm gab es in Essen, Dortmund, Duisburg, Neuss, Kranenburg, Datteln, Bielefeld. Das Bundeskriminalamt (BKA), Antiterroreinheit GSG 9, Polizei, Zoll und Steuerfahndung waren mit insgesamt mehr als 300 Kräften im Einsatz.

14 Männer werden unter anderem verdächtigt, über Internetanzeigen in China gezielt Frauen angeworben und zur Prostitution nach Deutschland geholt zu haben. Die mutmaßliche Bande soll vor allem die Bordelle seit September 2011 im Ruhrgebiet als sogenannte China-Clubs betrieben haben. In den Clubs und Wohnungen mussten sich die Frauen anbieten, ein Recht zum Aufenthalt in Deutschland oder eine Arbeitserlaubnis besaßen sie nicht.

"Regelmäßig überwiesen die Beschuldigten hohe Geldbeträge am deutschen Fiskus vorbei ins Ausland", heißt es in einer Mitteilung des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden weiter. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Schaden in Höhe von etwa 1,3 Millionen Euro aus. - dpa/WA

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare