SPD-Arbeitsgemeinschaft diskutiert
Gesundheitskiosk als Modell gegen Ärztemangel?
Können sogenannte Gesundheitskioske zur Verbesserung der Patientenversorgung und zu einer Reduzierung des Haus- und Fachärztemangels führen?
Hamm – Mit dieser Frage beschäftigte sich jetzt die Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG). Eingeladen hatte die ASG dazu den Geschäftsführer des Trägers „Gesundheit für Billstedt/Horn UG“, Alexander Fischer, der über das Modell im Hamburger Stadtteil, das dort seit 2017 läuft, berichtete.
Den Schwerpunkt legten die rund 30 Besucher im Sportcasino dann doch auf die Frage der sich immer schwieriger entwickelnden hausärztlichen Versorgung.
In NRW will bisher nur Essen Kioske
Im Gesundheitskiosk, der sich als niedrigschwellige und unterstützende Stadtteilinstitution für alle Anliegen, die die Gesundheit
betreffen, versteht, wird nicht nur in acht Sprachen umfassend beraten und betreut, sondern von einer „Gemeindeschwester“
(Community Health Nurses) auch eine ausführliche Sozial- und Gesundheitsanamnese erstellt. In NRW hat sich bisher nur Essen entschieden, solche Gesundheitskioske einzurichten.
Die SPD-Landtagskandidaten Justus Moor und Silvia Gosewinkel, bekamen nach einer ausführlichen Diskussion dieses Versorgungsangebotes von den Teilnehmern den „Auftrag“, bei ihrer Wahl im Mai und einer Regierungsbeteiligung diesen erfolgversprechenden Ansatz auch in Hamm umzusetzen, da durch eine sektorenübergreifende und multidisziplinäre Versorgung nicht nur der Patient direkt profitiert, sondern damit auch ein Beitrag zur Reduzierung des Haus- und Fachärztemangels geleistet wird.