„Hobby“ hat keine Zukunft

Geschenke Eckel schließt für immer - Nachfolge schon geklärt

Kunstgewerbe und Stilvolles zum Wohnen finden Kunden bei Geschenke Eckel bis Ende Januar.
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Der Endspurt läuft: Kunstgewerbe und Stilvolles zum Wohnen finden Kunden bei Geschenke Eckel bis Ende Januar. Anschließend wird hier ein Versicherungsbüro einziehen.

Nur noch bis Ende Januar halten Susanne Eckel und ihr Team in ihrem Geschenkeladen in Hamm kreative und schöne Ideen vor, dann muss das Geschäft schließen.

Hamm - Rund acht Jahre war der Kunstgewerbeladen „Geschenke Eckel“ am Alten Uentroper Weg ein wichtiger Anlaufpunkt für Freunde kunstvoller Deko-Artikel. Als Teil des Nahversorgungszentrums, zu dem unter anderem der hiesige Penny-Markt und die Oil-Tankstelle gehören, war der Laden im früheren Sparkassengebäude eigentlich nicht wegzudenken. Doch Ende Januar 2022 wird das Geschäft seine Pforten für immer schließen.

Grund dafür sei die anhaltende Corona-Pandemie, die eine Fortführung des Geschäfts unmöglich mache. „Unser Laden hat immer vom Weihnachtsgeschäft gezehrt, das ist halt die Zeit, in der Kunstgewerbe am ehesten gekauft wird“, sagt Susanne Eckel, Inhaberin des Geschäfts. „Nachdem bereits letztes Jahr der Lockdown uns ziemlich zugesetzt hatte, gab es über das Jahr gesehen kaum Besserungen. Nun fehlt uns einfach die Perspektive, um das Geschäft noch weiter fortzuführen.“

Dabei war Susanne Eckel im Jahr 2014 mit großen Hoffnungen in das alte Sparkassengebäude eingezogen. Nachdem sich in Geschenkeladen an der Werler Straße einen Namen gemacht hatte, hegte Eckel den Plan zu expandieren. „Wir wollten immer auch nach Uentrop“, sagt Eckel rückblickend, „und als die Sparkasse aus dem Gebäude auszog, sahen wir unsere Chance gekommen.“ Der Fokus lag schon bald allerdings mehr und mehr auf dem zweiten Standort am Alten Uentroper Weg – bereits im Jahr 2015 wurde das Geschäft im Hammer Süden aufgegeben.

Nur noch bis Ende Januar halten Susanne Eckel und ihr Team hier kreative und schöne Geschenkideen vor, dann muss das Geschäft schließen.

Familie und Mitarbeiterinnen verständnisvoll

Eckel blickt auf eine schöne Zeit zurück. Gemeinsam mit ihren vier Mitarbeiterinnen teilt sie viele schöne Erinnerungen: „Wir waren für viele ältere Menschen lange Zeit ein Teil der Morgenroutine“, erinnert sich Eckel. „Manche haben morgens ihre Brötchen gekauft und sind danach zu uns in den Laden und haben sich mit uns unterhalten.“ Ein älterer Herr sei ihr dabei besonders in Erinnerung geblieben. „Er kam jeden Morgen, hat die Tür geöffnet und rief laut „Ich wünsche einen schönen Tag“, danach ist er in den Bus gestiegen“, sagt Susanne Eckel mit einem Lächeln. „Das wird mir alles fehlen“.

Besonders schwer sei es Susanne Eckel gefallen, der Familie und den Mitarbeiterinnen die Nachricht von der geplanten Schließung zu überbringen. Sie sei aber über die Reaktionen sehr froh gewesen. „Alle haben absolutes Verständnis gezeigt. Man hat ja gesehen, dass es immer schwieriger wurde zu bestehen.“ Dennoch: Als sie vorigen Samstag den Info-Aushang ins Schaufenster gehängt habe, sei es ein komisches Gefühl gewesen: „Es war ein schwieriger Moment, es fühlte sich so endgültig an“, so Eckel.

Kein Fall ins Bodenlose, Nachmieter schon fix

Für die Zeit nach der Ladenschließung ist allerdings schon vorgesorgt, sowohl privat bei Susanne Eckel als auch für die Zukunft des Geschäftslokals. „Ich werde weiter meinem Beruf bei der Stadtverwaltung nachgehen“, sagt Eckel. Sie hatte ihren Hauptberuf nie aufgegeben und das Lokal nebenher betrieben. Für sie sei es eine Art Hobby gewesen. „Andere Menschen fahren zum Sport, ich fahre nach der Arbeit in den Laden und kümmere mich da um alles“, sagt Susanne Eckel.

Für die begehrte Immobilie wurde bereits ein Nachmieter gefunden. „Hier wird ein Versicherungsbüro einziehen“, sagt Eckel. Die beiden jungen Männer, die die Filiale führen werden, hätten die Besitzerin überzeugt. Eckel: „Es sind zwei sehr nette Menschen. Ich freue mich, dass die beiden hier einziehen werden.

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