Foto-, Film- und Ton-Museum im Lutherviertel eröffnet
HAMM - Einen regelrechten Ansturm gab es am Sonntag auf die Eröffnung des neu strukturierten Foto-, Film- und Ton-Museums im Lutherviertel. In den Räumlichkeiten war zwischenzeitlich kaum ein Durchkommen.
Die Gäste waren begeistert von den zwei neuen Abteilungen für Foto und Ton, die vorgestellt wurden. Rund 250 teils historische Stücke, die von etwa 200 Menschen gespendet oder geliehen wurden, werden jetzt neu ausgestellt. „Dieses Museum ist eine weitere Bereicherung für das Kreativviertel der Stadt“, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Wenn in Zukunft immer mehr Studierende hierher ziehen würden, suchten die genau solche Ecken. Dabei habe er die Museums-Idee von Werner Reumke, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Martin-Luther-Viertels, anfangs noch ein wenig verrückt gefunden.
Bereits von außen erhält der Betrachter einen guten Blick auf die Vielfalt der neuen Ausstellungsstücke, denn im Fenster hängen verschiedene Kameras, wirken fast wie eine ungewöhnliche Gardine. Drinnen sind die Exponate dann in Zeitabschnitte unterteilt, und auch ein Badezimmer wurde zum Ausstellungsort umfunktioniert. Die älteste Fotokamera ist etwa 100 Jahre alt, außerdem sind einige Vergrößerungsautomaten, Entwicklungsrollen und bunte Kuriositäten wie verschiedene Kinderkameras zu sehen. Auch Hamms ältester Blitzer, der bis 1992 vor dem Hammonense stand, hat einen Platz bekommen.
In Reumkes Laden „Mersch & Röper“ werden verschiedene Tonwiedergabegeräte wie Grammophone oder Plattenspieler gezeigt. Der Inhaber plant aber schon weiter. Er hofft darauf, bald die gesamte Nassauer Straße als Foto-Film-Ton Museum präsentieren zu können. Das Museum ist jeden Freitag zwischen 15 und 17 Uhr geöffnet. - gei