Fähre über die Lippe soll 2012 erstmals fahren

Beim Lippeauenfest wurde der Fährverkehr schon mal geprobt. ▪
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Beim Lippeauenfest wurde der Fährverkehr schon mal geprobt. ▪

HAMM ▪ Ungefähr dort, wo beim Lippeauenfest am Schloss Oberwerries das Betriebsboot des Lippeverbandes die Besucher über den Fluss bringt, soll im kommenden Jahr eine feste Fährverbindung eingerichtet werden: Handwerklich ambitionierte Ruheständler aus Hamm wollen die Fähre bauen, der Lippeverband will den Betrieb übernehmen - ein entsprechender Kooperationsvertrag liegt bereits bei der Stadt Hamm auf dem Tisch.

„Ziel ist auf jeden Fall, mit der Fähre 2012 an den Start zu gehen“, so Rüdiger Brand, Geschäftsbereichsleiter Unternehmenskommunikation des Lippeverbandes, „der Lippeverband ist bereit, das Fährprojekt umzusetzen, die Anlegestellen zu bauen und die Fähre dann dauerhaft zu betreiben – auch über den Projektzeitraum hinaus“. Dabei kann der Lippeverband auf die Konstruktion der seit 2005 in Dorsten eingesetzten Lippefähre „Baldur“ zurückgreifen – dabei bedienen die Fahrgäste selbst per Handkurbel die Fähre, welche Platz für vier bis sechs Personen und zwei Fahrräder bietet, und befördern sich damit am Drahtseil von der einen Seite der Lippe auf die andere.

Ein entsprechender Förderantrag für den Standort Hamm-Oberwerries wurde bereits im Rahmen des LifePlus-Projekt gestellt und bewilligt. Handwerkliche Unterstützung beim Bau der Fähre will ein Kreis von Hammer Ruheständlern leisten, der sich im Rahmen des Volkshochschul-Projekts „AGE“ (Agentur für gesellschaftliches Engagement) zusammengefunden hat.

Klar ist auch, dass nach dem Vorbild der Dorstener Fähre die Betriebsmitarbeiter des Lippeverbandes das Schiffchen im Herbst aus dem Wasser ziehen und zu Ostern wieder einsetzen. Deshalb ist es notwendig, dass zumindest einer der beiden Zuwege zur Lippe für LKW-Fahrten ausgelegt wird. Auf dem Nordufer der Lippe gibt es dafür mehrere Varianten, auf der südlichen Seite existiert gegenüber von Schloss Oberwerries ein landwirtschaftlicher Weg, der für den Fahrradverkehr eine ideale Anbindung darstellt.

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