Das Großprojekt wird immer konkreter
Es gibt einen Termin für erste Arbeiten zum Bau des Haltepunktes Westtünnen
Im November und Dezember dieses Jahres werden erste Bautrupps zur Bahnlinie in Westtünnen anrücken und Vorarbeiten für die Errichtung des Haltepunktes durchführen. Zwischen dem 19. November und 10. Dezember 2021 hat die Bahn die dafür notwendige Sperrpause fest eingeplant, so dass frühzeitig die dadurch entstehenden Fahrplanänderungen vorgenommen werden können.
Westtünnen – Diesen konkreten Termin teilte nun ein Bahnsprecher auf Anfrage mit. Bislang waren nur vage Zeitspannen bekannt gegeben worden. Sperrpausen sind Zeiten, in denen die Bahngleise gesperrt werden müssen, damit die Bauarbeiter gefahrenlos werkeln können.
Nach diesen drei Wochen wird natürlich von der späteren Haltestelle noch gar nichts zu sehen sein. Ohnehin werden die Maßnahmen, die Ende dieses Jahres zwischen Dierhagen- und Südfeldweg durchgeführt werden, kaum sichtbar sein. Es handelt sich zunächst um reine Vorarbeiten, indem Leitungen – zum Teil unterhalb der Gleise – verlegt werden. Aber: Blickt man auf die fast 40-jährige Planungszeit des Haltepunktes, so sind allein diese kleinen Vorarbeiten ein Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des Projektes.
Dass demnächst tatsächlich Züge in Westtünnen halten werden, zeigen auch die aktuell laufenden Ausschreibungen für die Durchführung einzelner Arbeiten. Die Bahn als Bauherr wartet auf Angebote für die Errichtung des Bauwerks der Eisenbahnüberführung. Die Stadt Hamm wiederum hat den Bau der so genannten Trogbauwerke ausgeschrieben. Ein Trogbauwerk wird als Einfahrt in die Unterführung benötigt. Und auch die Errichtung des eigentlichen Haltepunktes ist mittlerweile auf dem Schreibtisch der zuständigen Bahn-Mitarbeiter gekommen. „Unseres Wissens befinden sich die Ausschreibungen dafür in der Vorbereitung“, erklärt Stadtsprecher Lukas Huster.
Die Straßenbauarbeiten rund um den Haltepunkt mit Weiterführung der Dambergstraße, Errichtung des Kreisverkehrs auf der Von-Thünen-Straße und der Verlegung des Südfeldwegs mit Unterführung werden erst am Ende der Gesamtmaßnahme durchgeführt und entsprechend später ausgeschrieben.
Aufgrund der vielen Einzelmaßnahmen lässt sich auch kein genauer Zeitplan erstellen. Klar ist, dass weitere Sperrpausen eingerichtet werden müssen. Die drei Wochen im November und Dezember sind ausschließlich für die Vorarbeiten, die auch in diesem Zeitraum beendet sein dürften.