Ordnungsamt-Razzien: Erster Erfolg, neuer Einsatz
HAMM - Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von rumänischen und bulgarischen Zuwanderern in Hamm wollen Zoll, Polizei und Ordnungsamt verstärkt in den Fokus bekommen. Am Donnerstag gab es einen weiteren Einsatz.
Mit großem personellem Aufwand wurden in diesem Monat bereits das Bordell „Mc-Sex“ in Pelkum und das Hochhaus an der Ecke Münsterstraße/Heessener Straße kontrolliert. Am späten Donnerstagabend folgte nun ein weiterer Einsatz von Ordnungsamt, Polizei und Zoll im Hammer Westen. Ziel war nach Beschwerden von Anwohnern eine Teestube an der Victoriastraße.
Scheinselbstständigkeit und das Vorenthalten von Arbeitsentgelten in Form von Sozialversicherungsabgaben lautet der Verdacht, den die federführenden Zöllner haben. Ob sich dieser Ermittlungsansatz bestätigt, steht bislang nicht fest. In einigen Wochen könne man mehr sagen, hieß es von der Dortmunder Staatsanwaltschaft.
Auch die Frage, ob sich weitere strafrechtliche Verdachte im Nachgang zur Sexclub-Razzia eingestellt hätten, blieb bislang unbeantwortet.
Prompt reagiert hat hingegen der aus Oberhausen stammende Eigentümer des Hochhauskomplexes im Hammer Norden. An dem Gebäude waren bei der Durchsuchung am 4. November baurechtliche Mängel festgestellt worden. Bereits wenige Tage später seien diese beseitigt gewesen, sagte Stadtsprecher Christian Strasen. Die durchgerosteten Geländer an den Laubengängen, die zu den einzelnen Wohnungen führen, seien umgehend gesichert worden. Fachgerechte Reparaturen seien in Auftrag gegeben worden; gleiches gelte für Glasbruch im Treppenhaus und die Elektrik. - fl/WA