Neue Infos zu Streckenverlauf und Planung für Hamm
Endlich Ruhe! Bahn beginnt Bau von Schallschutzwänden
Bahnlärm nein danke! Wenn auch kaum wahrnehmbar, hat die Bahn mit der Errichtung von mehreren Kilometer Schallschutz in Hamm begonnen. Los geht's in Pelkum, weitere Bauabschnitte folgen.
Pelkum – Anwohner der Hamm-Osterfelder-Bahn im Bereich Pelkum – unter anderem an der Robert-Koch-Straße – wurden von der Deutschen Bahn kurzfristig darüber in Kenntnis gesetzt, dass am heutigen Montag auf einer Länge von 3,3 Kilometern die Vorarbeiten zum Bau von drei 3 Meter hohen Schallschutzwänden begonnen werde. Die – allerdings nicht ganz durchgehende – Maßnahme erstreckt sich vom Bahnübergang (BÜ) Sandbochumer Straße bis zum Bahnübergang Wielandstraße.
Von den Schallschutzwänden werden die Anwohner zunächst einmal aber nichts sehen. Denn: „Die Arbeiten starten mit Suchschachtungen und Kampfmittelsondierungen“, heißt es in dem Schreiben der Bahn. Dabei komme unter anderem ein Zweiwegbagger zum Einsatz.
Mit der Errichtung der Schallschutzwände soll dann, Stand heute, am 16. Dezember 2019 begonnen werden. Die Arbeiten werden sich voraussichtlich bis circa Juni 2020 hinziehen. „In diesem Zeitpunkt wandert die Baustelle in dem angegebenen Bereich.“
lesen Sie auch:
ICE von Hamm nach Berlin und Köln wieder stündlich
Fragen und Antworten zum Schutz vor Bahnlärm
Anwohner genervt: Bahn testet kleinere Lärmschutzwände
Hier verlaufen die Wände:
Im weiteren Verlauf des Schreibens macht die Bahn Angaben darüber, wie die Schallschutzwände verlaufen werden: Die Wand 8 (2393 Meter Länge) befindet sich auf der südlichen Bahnseite zwischen den beiden genannten Bahnübergängen. Die Wände 9 (589 Meter) und 10 (307) liegen auf der nördlichen Seite – und zwar zwischen der Kamener Straße und der Erich-Krämer-Straße beziehungsweise zwischen der Erich-Krämer-Straße und dem BÜ Wielandstraße.
Bahn steckt 7,3 Millionen in Hamm
Die Maßnahme ist Teil des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“. Insgesamt investiert der Bund in Hamm 7,3 Millionen Euro in den Bau von Schallschutzwänden. Darüber hinaus werden noch passive Schallschutzmaßnahmen wie Schallschutzfenster oder -lüfter folgen. Verantwortlich für die Durchführung ist die DB Netz AG.
Weitere Planung fürs Stadtgebiet:
Im nächsten Bauabschnitt sollen dann ebenfalls ab 2020 Schallschutzwände im Raum Heessen sowie in der Selmigerheide (Strecke Hamm – Dortmund) errichtet werden. Danach soll das Programm in Westtünnen, Berge, Lohauserholz und noch einmal in der Selmigerheide (Strecke Hamm – Unna), in Höhe der Günterstraße, in Bockum-Hövel (Höhe Handelshof), sowie an zwei Streckenabschnitten in Teilen des Hammer Nordens erfolgen – alles aber erst ab dem Jahr 2022. - WA/stg