"Elternhaltestellen": Polizei und Verwaltung winken ab

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Wie hier an der Bodelschwinghschule bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule.

Hamm - So genannte „Elternhaltestellen“ an Schulen und Kindergärten soll es in Hamm nicht geben. Verwaltung und Polizei sprechen sich gegen die Einrichtung spezieller Haltezonen für „Elterntaxis“ aus, obwohl das an einer Grundschule gefordert wird.

An der Bodelschwingschule in Hamm-Süden fordert erstmals eine Hammer Elterninitiative, das Modell zu prüfen und in Absprache mit Schulen und Polizei auch einzuführen. Elternhaltestellen sind Parkplätze, die zu Unterrichtsbeginn und -ende eigens für „Elterntaxis“ reserviert sind – also für die Autos von Eltern, die ihre Kinder zur Schule oder zum Kindergarten fahren. 

Die Stellplätze liegen idealerweise rund 250 Meter von der Schule entfernt. Damit soll den Schülern die Möglichkeit gegeben werden, wenigstens eine kurze Strecke zu Fuß zu absolvieren – Pädagogen weisen darauf hin, dass so die Ausgeglichenheit und Selbstsicherheit der Schüler gestärkt wird. Außerdem soll so die Verkehrssituation vor den Schultoren entschärft werden. 

Mahnende Rundschreiben und Verwarnungen

Erfolgreiche Modellprojekte gibt es in Osnabrück und Mülheim an der Ruhr. Während die Grünen den Elternvorschlag als Anregung in die Bezirksvertretung Mitte eingebracht haben, winken Polizei und Verwaltung ab. In Hamm gebe es keine gravierenden Probleme, sagte ein Polizeisprecher. Man zeige Präsenz an Schulen und Kindergärten, für Elternhaltestellen gebe es keine Notwendigkeit. 

Auch die Stadt sieht keinen Handlungsbedarf: Es seien keine entsprechenden Hinweise von Schulen oder Elterninitiativen bekannt, so ein Sprecher. Die Situation zu Unterrichtsbeginn beschäftigt jedoch den Kommunalen Ordnungsdienst: 15 Verwarnungen und 74 Belehrungen gab es in diesem Jahr stadtweit. Schulleitungen versuchen in der Regel, Eltern zum Verzicht auf die Autofahrt zur Schule zu ermutigen. Mahnende Rundschreiben gibt es in vielen Einrichtungen regelmäßig.

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