Unter Schlusslichtern in NRW

Einkommen in Hamm steigen deutlich, bleiben aber niedrig

Die Weststraße in Hamm mit Blick auf die Pauluskirche in der Adventszeit 2020.
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Die Kaufkraft in Hamm ist gestiegen, aber immer noch niedriger als in den meisten Städten Nordrhein-Westfalens.

Die Hammer verdienen mehr als in den vergangenen Jahren, bleiben in Sachen Einkommen aber immer noch Schlusslichter in Nordrhein-Westfalen.

Hamm – 19.469 Euro an verfügbarem Einkommen hatte jeder Bürger in Hamm 2019, teilte der Statistische Landesbetrieb IT NRW jetzt mit. Das sind zwar fünf Prozent mehr als im Vorjahr, reicht aber nur für Platz 379 unter den 396 NRW-Gemeinden.

Die Einkommensentwicklung in Hamm war nach den IT-NRW-Daten 2019 überdurchschnittlich gut. Die Haushalte erhielten aus Erwerbstätigkeit und Vermögen Einkünfte in Höhe von 3,9 Milliarden Euro. Das sind 2,8 Prozent mehr als 2018. Pro Kopf verdiente jeder Hammer damit rechnerisch 21.736 Euro. Das sind 546 Euro mehr als im Vorjahr.

Zweithöchster Anstieg in Nordrhein-Westfalen

Wichtig ist, was den Haushalten nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bleibt. Die Statistiker sprechen hier vom verfügbaren Einkommen, das als Indikator für die Kaufkraft der örtlichen Bevölkerung gilt. Auch da legte Hamm deutlich zu. Der Anstieg von fünf Prozent war der zeithöchste im Land und bedeutet ein rechnerisches Plus von 881 Euro pro Bürger. Nur Straelen im Kreis Kleve legte mit 6,7 Prozent noch mehr zu. Landesweit lag der Durchschnittswert bei 23 093 Euro, das Plus gegenüber 2018 bei 2,8 Prozent oder 631 Euro.

Trotzdem bleibt Hamm in Sachen Kaufkraft im Armenhaus Nordrhein-Westfalens. Die verfügbaren 19 469 Euro bringen Hamm auf der NRW-Tabelle von Platz 382 auf 379. Immerhin ist der Aufwärtstrend anhaltend, nachdem 2016 mit Platz 385 ein Tiefpunkt erreicht war.

In Attendorn verdienen sie mehr als doppelt so viel wie in Hamm

Das landesweit höchste verfügbare Einkommen hatte Attendorn (Kreis Olpe) mit 53.601 Euro, das niedrigste Kranenburg (Kreis Kleve) mit 16.990 Euro. Die teils erheblichen Einkommensunterschiede im Land zeigen sich auch in der Hammer Nachbarschaft. Hier schneiden Hamm und die früheren Bergbaustandorte immer noch erheblich schwächer ab als der ländliche Raum drumherum. Bürger aus Möhnesee und Drensteinfurt weist die IT-NRW-Statistik sogar als die mit wohlhabendsten im gesamten Bundesland aus.

Die wohlhabende Nachbarschaft

Die Hammer Nachbarschaft: Ahlen 24.260 Euro verfügbares Einkommen pro Kopf, Platz 308; Ascheberg 24.260 Euro, Platz 175; Beckum 23.022 Euro, Platz 268; Bergkamen 18.349 Euro, Platz 391; Bönen 20.172 Euro, Platz 369; Dortmund 19.855 Euro, Platz 375; Drensteinfurt 27.845 Euro, Platz 25; Fröndenberg 25.016 Euro, Platz 116; Kamen 21.641 Euro, Platz 338; Lippetal 23.479 Euro, Platz 235; Möhnesee 31.388 Euro, Platz 10; Münster 24.005 Euro, Platz 199; Soest 22.816 Euro, Platz 283; Unna 25.373 Euro, Platz 97; Welver 23.927 Euro, Platz 202; Werl 20.746 Euro, Platz 361; Werne 24.553 Euro, Platz 153.

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