Routen nach Braam, Uentrop und Werries
Beleuchtung für fünf besondere Radwege durch Hamm
Die Stadt Hamm erweitert das Radwegenetz. Künftig sollen neue Hauptrouten von der Innenstadt aus in alle Außenbezirke führen. Fünf Streckenabschnitte sollen dabei nachts beleuchtet werden. Dafür stehen 1,1 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem stehen jetzt die Streckenführungen in Richtung Osten fest.
Hamm - Die acht neuen Routen waren bereits im vergangenen Jahr vorgestellt worden; innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre sollen sie nutzbar gemacht sein. Damit die Wege auch in der dunklen Jahreszeit, am frühen Morgen oder späten Abend von den Radlern genutzt werden, ist auf einigen Abschnitten eine Beleuchtung erforderlich. Diese ist an folgenden Bereichen geplant:
- Fahrradpromenade: Teile des Nord- und Südrings;
- Stadtmitte – Braam-Ostwennemar: Geitheradweg zwischen Hohefeldweg und Ostwennemarstraße;
- Stadtmitte – Pelkum: Baumhofstraße zwischen Lohauserholz und Wiescherhöfen;
- Stadtmitte – Rhynern: Parallelweg zur Ruhr-Lippe Eisenbahn zwischen Grün- und Werler Straße;
- Stadtmitte – Uentrop: Adenauerallee zwischen Wassersportzentrum und Lippestraße.
Die Verwaltung hat durch ein Gutachten prüfen lassen, ob die Beleuchtung Fledermäuse und Eulen stören könnte. Alle dort gefundenen Arten gelten Verwaltungsunterlagen zufolge jedoch als nicht lichtempfindlich. Dennoch werden Leuchtmittel empfohlen, die gedimmt werden können und einen niedrigen Anteil an kurzwelligem blauen Licht ausweisen. Der Lichtschein sollte zudem auf befahrbare Fläche ausgerichtet werden.
Kosten soll die Radwegeplanung 1,1 Millionen Euro
Kosten soll das Ganze etwa 1,1 Millionen Euro. Mit Fördermitteln rechnet man bei der Stadt nur in geringem Umfang – es gebe derzeit einfach kein Programm für die Ausrüstung bestehender eigenständiger Radwege mit Beleuchtung.
Lediglich für die Baumhofstraße in Lohauserholz könnte es Geld vom Land geben, weil die Beleuchtung hier zusammen mit Asphaltierung und Sanierung der Strecke angemeldet ist.
Eine Zusage des Landes gibt es laut Stadt noch nicht; die Arbeiten seien für 2022 jedoch eingeplant.
So sollen die Hauptrouten Richtung Osten aussehen:
Fest steht laut Verwaltung inzwischen, wie die Hauptrouten in Richtung Osten aussehen sollen. Die Hauptverbindung nach Uentrop und Werries soll über die bereits weitgehend asphaltierte Adenauerallee am südlichen Kanalufer entlanglaufen. An der Lippestraße gabelt sich die Strecke: Am nördlichen Kanalufer entlang soll es in Richtung Ahlen und Uentroper Dorf gehen, südlich des Kanals ging es dagegen nach Werries.
Eine Route nach Braam-Ostwennemar führt zunächst über die Marker Allee, dann über den Dunantweg und am Geitheufer entlang bis zur Kölnischen Straße. An der Kreuzung von Heßlerstraße und Marker Allee soll eine Vorrangschaltung für Radler installiert werden. Die Radwegeführung als Schutzstreifen auf der Fahrbahn der Marker Allee will die Verwaltung nochmals überprüft wissen. Der bisher sehr schmale Dunantweg soll ausgebaut werden. Bei der Kreuzung des Hohefeldwegs auf Höhe des RLE-Bahnübergangs sieht die Verwaltung noch Optimierungsbedarf.
Die Ausschüsse
Über das Beleuchtungsprogramm entscheidet der Hauptausschuss am 7. Dezember (Rathaus, 16 Uhr), über die Radrouten der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Mobilität am 30. November (Technisches Rathaus, 16 Uhr).