Frühjahrskirmes in Bockum-Hövel
Echte Fans trotzen Wind und Wetter beim ersten Jahrmarkt in Hamm
Für die Besucher war die Frühjahrskirmes in Bockum-Hövel wettertechnisch eine echte Herausforderung, die sie aber gerne annahmen. Am Ende zeigten sich auch die Schausteller zufrieden.
Bockum-Hövel – Schneetreiben, Regen, Windböen, frostige Temperaturen und zwischendurch ein wenig Sonne. Der April zeigte bei der ersten Kirmes, die nach all den Corona-bedingten Ausfällen in Hamm stattfand, was er so alles kann. Am Montag, dem letzten Tag der Frühlingskirmes in Bockum-Hövel, pfiff der Wind noch einmal richtig durch die Fahrgeschäfte und die Stände auf dem Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenplatz.
Die Karussells ruhten bis zum Beginn der Happy Hour, wo es von 15 bis 17 Uhr „einmal zahlen und zweimal fahren“ hieß, um vor allem den jungen Besuchern und ihren Familien noch einmal etwas zu bieten. Dennoch zeigte sich Schausteller Rudi Isken bei seiner Bilanz einigermaßen zufrieden. „Bevor wir die Fahrgeschäfte einstellen, muss es schon deutlich kräftiger wehen“, sagte er.
Schneetreiben zum Auftakt
Beim Auftakt am Freitag allerdings hatten die Schausteller wirklich Pech. Es schneite ununterbrochen. Vor allem am Samstag und Sonntag, als sich die Sonne zeigte, kamen doch noch etliche Besucher zum Alten Markt, um ein paar Runden im Autoscooter, im Twister oder im Musikexpress zu drehen oder sich an den anderen Ständen zu vergnügen. „Das waren die Haupttage für uns. Man hat deutlich gemerkt, dass die Menschen wieder herauskommen wollen, um etwas zu erleben. Für uns ist es wichtig, dass es funktioniert, wenn das Wetter passt. Am Wetter selbst können wir nichts machen“, so Isken. So zieht er insgesamt eine zufriedenstellende Bilanz des dreitägigen Kirmestrubels.
Am Montagnachmittag füllte sich der Platz zunächst langsam. Doch bald kamen immer mehr Kirmesbegeisterte, unter ihnen viele Familien mit Schulkindern. Zu den hartgesottenen Kirmesfans, die sich auch von Kälte und Nässe nicht aufhalten lassen, gehört die Familie Brand. „Wir lieben das Karussell fahren, vor allem im Musikexpress“, riefen Jonas (8) und Svea (14), die mit Mutter Linda auf der Kirmes waren. Kaum hatten sie es gesagt, saßen sie auch schon wieder in einer Gondel des rasanten Fahrgeschäfts.
Das Kirmes-Jahr 2022 soll in Hamm ein ganz anderes werden als die Kirmes-Jahre 2021 und 2020 – nämlich ein normales. Denn „normal“ wäre in diesen Zeiten schon enorm viel. Für diese Hoffnung blenden die Schausteller vieles andere weitgehend aus - aus Selbstschutz. Das ließ Uwe Röhrig, Chef des Schaustellerverbands „Hand in Hand“, vor wenigen Wochen im WA.de-Gespräch durchblicken.
Die weiteren Kirmes-Termine in und um Hamm 2022
13.-15.5. Heessen
20.-22.5. Herringen
16.-20.9. Stunikenmarkt
22.-25.10. Simjü (Werne)
2.-6.11. Allerheiligenkirmes (Soest)