Weihnachten
Das Weihnachtshaus von Brigitte Schoppmann am Kirchweg leuchtet wieder
Für Brigitte Schoppmann ist es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden, ihr Haus zu Halloween und zu Weihnachten zu schmücken
Braam-Ostwennemar - Sie hat Spaß daran und will vor allem eines: „Den Kindern eine Freude machen“, sagt sie und meint damit auch ihre eigenen Kinder und Enkel.
Auf dem Weg zur oder von der Schule kommen aber ebenfalls viele Kinder am Kirchweg 34 vorbei und dann gibt es Ende Oktober und ein paar Wochen später in der Adventszeit immer etwas zu sehen auf dem Grundstück der Schoppmanns. Jetzt steht Weihnachten vor der Tür. Und wer es bislang noch nicht mitbekommen hat, der sollte mal am Kirchweg vorbei fahren – am besten in der Dämmerung oder im Dunkeln. Denn dann leuchten diverse Figuren und Lampen im Vorgarten der Schoppmanns um die Wette.
EIn neidischer Grinch
Von weitem ist zum Beispiel der fliegende Weihnachtsmann auf seinem Schlitten, der von fünf Rentieren gezogen wird, zu sehen. Viele Sterne umgeben ihn und er verliert während des Flugs Geschenke. Oder direkt neben der Haustür: Dort steht ein weiteres Rentier, begleitet vom Weihnachtsmann und neidisch beobachtet vom Grinch, der nur darauf wartet, die Weihnachtsgeschenke zu klauen. Vor dem Rentier wird allerdings gewarnt: „Nicht anfassen und nicht füttern“ besagt ein Schild.
Krippe und Weihnachtsbäckerei
„Ich versuche, jedes Jahr etwas Neues darzustellen“, erklärt Brigitte Schoppmann. Das dürfte ihr auch in diesem Jahr wieder gelungen sein. Als Krönung des Weihnachtshauses wurde am dritten Advent auch wieder die selbstgemachte Krippe geöffnet. Der Bereich vor der Haustür wird in diesem Jahr zudem zur Weihnachtsbäckerei. Ein alter Küchenherd steht dort und Elfen backen hier Kuchen und Kekse.
Was man vielleicht auf den ersten Blick nicht sieht, ist, wie viel Arbeit dahinter steckt. Knapp eine Woche brauchen sie und ihr Mann Joachim, der vor allem für die ganze Elektrik zuständig ist, allein, um alles im Garten aufzubauen, die Figuren zu gestalten, die Kostüme zu nähen und anzupassen. Das Rentier im Vorgarten zum Beispiel hat sie irgendwann mal im Internet gekauft. Es stammt ursprünglich wohl aus einem Spielzeuggeschäft.
Weihnachtsmann mit Frauenkopf
Das Geweih wurde zwar schon mehrfach abgebrochen – Vandalismus kommt leider auch hier vor – aber die Schoppmanns haben es immer wieder repariert. Die Basis des Weihnachtsmanns im Vorgarten ist eine Schaufensterpuppe. „Davon habe ich noch ungefähr 30 Stück“, lacht Brigitte Schoppmann. Früher brauchte sie diese beruflich, jetzt werden sie für die Weihnachts- und Halloweendeko benutzt.
Mit dem Frauenkopf wirkt der Weihnachtsmann insgesamt freundlicher.
Für den Weihnachtsmann im Vorgarten hat sie dieses Jahr den Kopf einer Frau genommen und einfach einen Bart angeklebt. „Insgesamt wird er mit dem Frauenkopf aber freundlicher“, erzählt die 62-Jährige. Der Grinch ist ebenfalls eine Puppe, über deren Gesicht einfach eine Grinch-Maske gezogen wurde. Sieht täuschend echt aus. Wie echt die Puppen aussehen, erfuhr sie kurz vor Halloween. „Ein Paketbote hat sich tatsächlich vor einer Hexe in meinem Garten erschreckt“, lacht Schoppmann.
10 Euro mehr an Stromkosten
Und die Kostüme? Die sind selbstverständlich selbst genäht, müssen auch immer wieder ausgebessert oder komplett erneuert werden. Das ist eine Beschäftigung, die sich praktisch über das ganze Jahr erstreckt.
Immer wieder werde sie gefragt: „Kostet das ganze nicht viel Geld für Strom?“ Es seien vielleicht zehn Euro mehr im Monat, weiß Brigitte Schoppmann. „Das ist es aber wert. Vor allem, wenn man das Strahlen in den Kindergesichtern sieht.“
