Aus Imbiss wird kleines Café-Restaurant
Warten auf die Dönertasche in Rhynern bald zu Ende
Rhynern – Aus der angekündigten Wiedereröffnung wird eine komplette Neueröffnung. Unter dem Namen „Med´Et Grill“ wird der Rhyneraner Döner-Imbiss demnächst seine Pforten öffnen. Geplanter Eröffnungstermin ist Samstag, 6. März.
Neuer Standort, neuer Name, neue Karte, neues Konzept – und neue Gesichter hinter Verkaufstresen. Die Rhyneraner dürfen gespannt sein auf die neue Gastronomie, die mehr Café-Restaurant als Imbiss sein wird. Das Ladenlokal an der Alten Salzstraße in Nachbarschaft zur Evangelischen Kirche ist größer als der alte Standort an der Reginenstraße. Gleichzeitig soll es deutlich mehr Aufenthaltsqualität bekommen. Dafür haben Eigentümer und der neue Betreiber unzählige Stunden Arbeit in den vergangenen Wochen in die Immobilie gesteckt.
Ali Gökcü hat die untere Etage des Gebäudes gekauft. Er hatte in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Mehmet Demirel den Döner-Imbiss „Cappadocia Kebab Haus“ geführt und seit der Eröffnung 2003 als zusätzlich Fast-Food-Angebot in Rhynern etabliert. Nun aber wollen beide den Arbeitsplatz am Döner-Spieß gegen eine andere Branche außerhalb von Rhynern eintauschen.
Neue Betreiber
Das neue Ladenlokal verpachtet er an die Familie Acar, die fortan das kleine Restaurant betreiben wird. „In der Anfangsphase helfen wir natürlich noch mit“, will sich Gökcu noch nicht ganz von seinen vielen Stammkunden trennen. Die Familie Acar ist wie Gökcü und Demirel in Rhynern heimisch, lebt hier seit 1993 und hatte bereits Döner-Imbiss-Erfahrungen in Hannover gesammelt. Familienmitglieder sind zudem für den Catering-Bereich in zwei Dortmunder Freibädern zuständig. „Wir wollten schon immer so etwas in Rhynern aufmachen, jetzt hat sich die Chance geboten“, so Med Acar, der dem Restaurant auch den Namen gibt.
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Auf der Speisekarte wird sich etwas tun. „Wir bieten deutsch-türkische Küche an“, umschreibt Acar das reichhaltige Angebot. Neben den bekannten Spezialitäten wie Döner und Lahmacun werde es auch deutsche Imbissgerichte sowie Salate und vegane Gerichte geben. „Auch im Burger-Bereich wollen wir etwas anbieten“, verrät der neue Pächter.
Kaffee und Kuchen
Wie bereits angedeutet, soll die neue Gastronomie einen Café-Restaurant-Charakter erhalten. So wird es auch eine Extra-Theke mit Kuchen, Kaffee und türkischem Tee geben. „Wir wollen, dass die Menschen hier auch verweilen, sobald Corona es wieder zulässt“, so Acar. 30 Sitzplätze wird es geben, nigelnagelneue Kundentoiletten sind auch eingebaut. Ohnehin ist von den Räumlichkeiten des einstigen Nähwerks, das hier zuletzt heimische war, nicht viel wiederzuerkennen. Im hinteren Bereich wurde eine neue Küche samt Kühlhaus eingebaut. „Wir haben sogar ein kleines Besprechungs- oder Veranstaltungszimmer“, zeigt Acar. Ein kleines Problem sei noch der Eingangsbereich, da das Ladenlokal nur über mehrere Stufen erreichbar ist. „Vielleicht hat einer unserer Kunden eine gute Idee, wie wir dies noch besser lösen können“, hofft Acar auf Tipps.
Zunächst täglich geöffnet
Die noch fehlenden Möbel werden in diesen Tagen angeliefert. Zudem sind noch ein paar Restarbeiten zu erledigen. „Aufgrund der Schneefälle hat es ein paar Verzögerungen gegeben, sodass wir nicht mehr im Februar öffnen können“, erklärt Gökcu. Jetzt sollte es am 6. März klappen. Stammkunden erkennen an diesem Termin, dass die neue „Döner-Bude“ damit samstags geöffnet haben. Bislang war der Imbiss samstags zu. Das lag übrigens daran, dass sich der Samstag einst als umsatzschwächster Tag herauskristallisiert hatte. Vermutlich, weil damals die Schüler der Lohschule zu den besten Kunden in der Mittagszeit gehörten. Ähnlich will auch die Familie Acar in den ersten Monaten jeden Tag öffnen und ausloten, welcher Tag demnächst Ruhetag sein wird.
Lieferservice
Dazu müsse natürlich noch die Corona-Zeit abgewartet werden. Bis dahin werde es die Gerichte in jedem Fall zum Mitnehmen geben. Außerdem will Acar einen Lieferservice anbieten. „Wir suchen noch einen Fahrer, aber wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Kunden in einem Umkreis von sieben Kilometern demnächst beliefern können“, verspricht der neue Gastronom aus Rhynern.
