Gebäude und Grundstücke

Preisspirale dreht durch: So teuer sind Häuser in Hamm geworden

Baustelle SCI:Q Science Quarter Paracelsuspark mit Wohnanlage Paracelsuskarree in Mitte, Hamm, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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Teures Wohnen: Im Paracelsuskarree kostet der Quadratmeter bis zu 325 Euro.

Es bleibt dabei: Bei Gebäude- und Grundstückspreisen ist nach oben hin alles offen. Auch in Hamm werden wieder Rekorde gebrochen.

Hamm – Der Immobilienkauf in ist in Hamm im vergangenen Jahr nochmals teurer geworden. Zwar wurden 2021 etwas weniger Gebäude und Grundstücke als im Vorjahr verkauft, wie aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht hervorgeht. Dafür waren die gehandelten Immobilien zum Teil deutlich teurer als zuvor. Das Paraceluskarree im Hammer Osten bleibt dabei die teuerste Meile Hamms.

Etwas mehr Zurückhaltung auf dem Hammer Immobilienmarkt

Der Bericht wird seit 1963 jährlich vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte vorgelegt. In das Papier gehen alle beurkundeten Grundstücksgeschäfte ein. 2021 wurden demnach 1 449 Kaufverträge geschlossen, was einem Rückgang um 1 Prozent entspricht. Dabei wurden 446,8 Millionen Euro umgesetzt, 5,6 Prozent weniger als zuvor. Gerade im Wohnungs- und Teileigentum wurden weniger Objekte verkauft als 2020.

Ein- oder Zweifamilienhäuser in Hamm so teuer wie nie

„Mit Blick auf die einzelnen Marktsegmente und die Qualität der verkauften Immobilien zeigt sich allerdings weiterhin ein Preisanstieg“, sagt Heiko Leistner, Vorsitzender des Gutachterausschusses. „Insbesondere bei bebauten Grundstücken gibt es Steigerungsraten von deutlich über 10 Prozent.“ So kostete ein Ein- oder Zweifamilienhaus in Hamm im vergangenen Jahr durchschnittlich 272000 Euro – so viel wie noch nie in Hamm. Im Vorjahr waren es noch 248 000 Euro gewesen.

Bei Eigentumswohnungen waren durchschnittlich 1829 Euro pro Quadratmeter zu zahlen, was einem Anstieg um 6,5 Prozent entspricht. Die teuerste Wohnung kostete 4155 Euro pro Quadratmeter. Unbebaute Baugrundstücke wurden dagegen günstiger als zuletzt gehandelt. 222 Euro pro Quadratmeter mussten Bauherren dafür anlegen, 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Hamms teuerste Straße ist nach wie vor die Weststraße mit einem Bodenrichtwert von 1000 Euro pro Quadratmeter. Teuerste Wohnlage bleibt das Paracelsuskarree in Hamm-Osten mit einem Bodenrichtwert von 325 Euro, gefolgt vom Brittaweg (Berge), Ahseufer, Fichtestraße, Josef-Schlichter-Allee und Von-Vincke-Straße (alle Hamm-Osten) mit jeweils 315 Euro. Die Straßenzüge mit Werten über 300 Euro befinden sich überwiegend im Osten und Süden. Nördlich der Lippe kommt nur das Heessener Dorf über die 300-Euro-Schwelle. Dafür gibt es dort mit der Münsterstraße auch die preiswerteste Straße Hamms, dort liegt der Bodenrichtwert für Wohnbauten abschnittsweise bei nur 80 Euro.

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