Bauunternehmen stellt Pläne vor
Mehrfamilienhäuser und Stadtvillen entstehen auf Albert-Schweitzer-Areal
Bockum-Hövel – Bis die ersten Eigentümer ihre Häuser oder Wohnungen an der Oswaldstraße beziehen können, werden wohl noch einige Jahre ins Land ziehen. Die Planungen für das Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule laufen aber derzeit auf Hochtouren.
Das Bockum-Höveler Unternehmen „Wilczek Immobilien Management“ hat den Bereich von der Stadt erworben und plant nun eine entsprechende Bebauung. Vor knapp zwei Jahren wurde die Fläche von der Stadt Hamm zum Verkauf angeboten. 800.000 Euro wollte die Stadt Hamm für die rund 12.000 Quadratmeter große Fläche haben. Mehrere Unternehmen hatten sich beworben, Dirk Wilczek schließlich den Zuschlag erhalten.
An der Stelle sollen nun insgesamt 74 Wohneinheiten entstehen, davon 29 öffentlich gefördert. Mehrere Vorschläge hat das Bockum-Höveler Unternehmen entwickelt, derzeit favorisiert es einen Entwurf, der im vorderen Bereich zur Oswaldstraße fünf Mehrfamilienhäuser vorsieht. In der ersten Reihe sollen drei Gebäude – zwei mit 14, eins mit 17 Wohnungen entstehen. Sie haben drei Geschosse und ein Staffelgeschoss. In der zweiten Reihe werden die Häuser kleiner – sie halten zehn beziehungsweise zwölf Wohneinheiten vor und sind zwei Geschosse plus einem Staffelgeschoss hoch.
Im hinteren Teil, der an die Albert-Struck-Straße grenzt, sind Bungalows und sogenannte Stadtvillen vorgesehen. Derzeit plant das Immobilien-Büro dort vier Bungalows und vier Stadtvillen. Die Grundstücke sollen erschlossen an Bauwillige verkauft werden. Die Mehrfamilienhäuser will Wilczek-Immobilien selber bauen.
"Leitlinien umgesetzt"
„Mit diesen Planungen haben wir die Leitlinien umgesetzt, die im Rahmen einer Bürgerversammlung erarbeitet worden sind“, sagt Antonius Mertin, der bei „Wilczek Immobilien Management“ für den Vertrieb verantwortlich ist. Danach soll es in dem Gebiet eine gesunde Durchmischung der Wohnstrukturen und Wohnungsgrößen geben, um vor allem dem demografischen Wandel und dem Wunsch nach kleinerem Wohnraum gerecht zu werden.
Mit den 29 öffentlich geförderten Wohnungen setzt der Investor den Wunsch der Politik um, auch günstige Wohnungen dort anzubieten.
Erschließung noch nicht durchgeplant
Wie das Gebiet erschlossen werden soll, wird derzeit noch überlegt. Von einer direkten Zufahrt von der Oswaldstraße bis über eine Erschließungsstraße östlich des Gebietes gebe es mehrere Optionen, so Mertin. Darüber werde mit der Stadt und dann schließlich mit den politischen Gremien diskutiert. Fahrzeuge sollen in einer Tiefgarage geparkt werden können.
Möglicher Baustart 2021
Mertin und Wilczek gehen davon aus, dass es noch mindestens zwei Jahre dauern wird, bis das Gebiet erschlossen werden kann. 2021 könnten die Bagger rollen und ein Jahr später dann die ersten Wohnungen und Häuser bezogen werden.