Die leidigen Lieferprobleme
Späterer Schwimmspaß: Fertigstellung des Außenbeckens am Sport-Aquarium nicht in Sicht
Anfang Juni war anvisiert, nun wird es deutlich später: Die Freigabe des neuen Außenbeckens am Sport-Aquarium verzögert sich.
Bockum-Hövel – Eigentlich sieht alles schon recht gut aus im Außenbereich des Sport-Aquariums in Bockum-Hövel. Das neue Außenbecken ist eigentlich fertig, das Wasser fehlt aber noch. Also: Warum geht es noch nicht los mit dem Schwimmspaß?
Abgesehen vom eher ungemütlichen Wetter gibt es durchaus triftige Gründe, warum das Außenbecken noch nicht in Betrieb genommen worden ist. Zuletzt war der 1. Juni von den Stadtwerken als (grober) Starttermin genannt worden. Doch schon Anfang Mai hieß es: „Wir wissen nicht, ob das klappt.“
Datum für Eröffnung bleibt offen
Jetzt gibt es Gewissheit: Es klappt nicht. „Wir haben nach wie vor Material- und Personalprobleme“, sagt Stadtwerke-Sprecher Simon Schliewe als Begründung. Immer noch wirkten sich die allgemeinen Probleme der Corona-Pandemie auf diese beiden Bereiche (Personal und Material) aus. „Wir haben uns deshalb auch entschlossen, kein konkretes Datum für die Eröffnung mehr zu nennen“, sagt Schliewe. Allerdings, so versichert er, seien die Stadtwerke stark bemüht, das Außenbecken möglichst schnell fertigzustellen. „Aber uns sind zurzeit einfach die Hände gebunden“, sagt der Stadtwerkesprecher.
Wir haben nach wie vor Material- und Personalprobleme. Wir haben uns deshalb auch entschlossen, kein konkretes Datum für die Eröffnung mehr zu nennen.
Den Bau des Beckens haben die Stadtwerke nicht selbst vorgenommen, sondern den Auftrag an einen Generalunternehmer vergeben. Der konnte die Arbeiten nicht bis zu Ende ausführen, weil er Lieferschwierigkeiten mit elektronischen Chips hatte, die für die Steuerung der Wasserversorgung benötigt werden.
Freibad soll für Abkühlung bei Hitze sorgen
Wenn das Becken dann eröffnet wird, stehen zusätzliche 100 Quadratmeter Wasserfläche zur Verfügung. Die Beckenmaße sind 12,8 mal acht Meter. Und das Becken hat eine Wassertiefe von 1,35 Metern. Ein Freibad, das sich viele Bürger wünschen, wird es aber nicht. Gebaut ist es aus Edelstahl und Keramik. Das Wasser wird per Bypass aus dem Wasserkreislauf des Hallenbades bedient und wird ebenfalls 28 Grad Wassertemperatur haben. Das Hallenbad bezieht die Wärme aus einem Blockheizkraftwerk und zwei zusätzlichen Brennern für Spitzenlastzeiten. Das ist nach Mitteilung der Stadtwerke auch für das neue Becken genug, zumal im normalen Sommer ja nur Grundlast erforderlich ist.
Und es reicht aus, um sich bei sommerlicher Hitze abzukühlen und im Freien zu baden. Die Idee hinter dem Außenbecken war, dass Badegäste im Sommer bei hohen Temperaturen auch draußen Abkühlung in einem Wasserbecken finden können. Ein Kleinkinderbecken gibt es auf der Außenfläche bereits seit Jahren. Jetzt soll also ein größeres Becken dazukommen.
Hallenbäder gut besucht
Drei öffentliche Hallenbäder betreiben die Stadtwerke in Hamm: Das Sport-Aquarium in Bockum-Hövel, die Lagune in Herringen und die Familien-Oase in Heessen. Beliebt sind offensichtlich alle drei Bäder. Im Januar 2022 war das Sport-Aquarium mit 5075 Gäste sogar das bestbesuchte Hallenbad in Hamm. Nach Herringen kamen 3328, nach Heessen 4677 Besucher. Auch vor Corona waren es übrigens nicht wesentlich mehr: Im Dezember 2019 zählten die Stadtwerke in Bockum-Hövel 4902 Badegäste, in Heessen 5397 und in Herringen 4335 Hallenbadbesuche.