Standort Unnaer Straße

Blitzsäule mit Ladehemmung: Trefferzahlen in Freiske sinken

Die Blitzsäule an der Unnaer Straße in Freiske.
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Wird immer bekannter: Die Blitzsäule an der Unnaer Straße in Freiske.

Interessante Daten aus dem tiefen Süden von Hamm: Die Verstöße an der Blitzsäule an der Unnaer Straße haben abgenommen. Heißt auch: Es kommt von dort weniger Geld in die Stadtkasse.

Freiske/Berge – Ist es eine Folge des Lockdowns? Zeigt sich bei den Autofahrern tatsächliche eine erzieherische Wirkung? Oder werden die Standorte der Geschwindigkeitsmessungen auch außerhalb der Stadtgrenzen immer bekannter? Wie auch immer: Die Blitzsäule an der Unnaer Straße ist zwar für die Stadt Hamm nach dem Messgerät an der Zollstraße weiterhin an Position zwei mit Blick auf die Zahl der Verstöße. Doch die Geldquelle in Freiske sprudelte 2021 bei Weitem nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. (Hier klicken für die Blitzer-Gesamtübersicht in der Stadt.)

Knapp 260.000 Euro sind hoch gerechnet im vergangenen Jahr an Bußgeld fällig geworden. Im Jahr 2020 waren es noch rund 400.000 Euro, die allein die Säule im Kreuzungsbereich zum Hellweg und zur Gobel-von-Drechen-Straße in die Stadtkasse gespült hatte. Im Jahr 2019 waren es sogar noch 450.000 Euro. Diese Summen sind „hochgerechnete Näherungswerte“. Da keine detaillierte Auswertung der Temposünden erfolgt, zieht die Stadt die durchschnittliche Bußgeldhöhe heran. Im Jahr 2021 betrug dieser Durchschnittswert 28,02 Euro. Dieser Wert ist etwas geringer als im Vorjahr, die Verkehrsteilnehmer fahren also insgesamt etwas langsamer durch die Stadt.

Die Bilanz der Blitzsäulen an der Unnaer Straße:

201920202021
Verkehrsverstöße:
Unnaer Straße (Richtung Hamm)441040782744
Unnaer Straße (Richtung Bönen)11.29692946508
Werler Straße (Berge)453528362895
Bußgelder in Euro (Näherungswerte):
Unnaer Straße (Richtung Hamm)127.008120.62776.886
Unnaer Straße (Richtung Bönen)325.324274.916182.354
Werler Straße (Berge)13060883.88881.117

Wer im vergangenen Jahr zum Beispiel in Freiske auf der Unnaer Straße am schnellsten unterwegs war, wird nicht archiviert, sodass dazu keine Statistiken vorliegen. Erlaubt ist übrigens auf Höhe der Blitzsäule nur Tempo 50. Der Verkehr wird seit einigen Jahren in beiden Fahrtrichtungen kurz vor der Kreuzung heruntergebremst, da es sich hier um einen Unfallschwerpunkt handelt.

Richtung Bönen schnappt die Falle öfter zu

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr hier rund 9250 Fahrzeuge geblitzt. Auffällig bleibt dabei, dass die Verkehrsteilnehmer in Fahrtrichtung Bönen deutlich öfter in die Falle tappen, und zwar 70 Prozent der erwischten Fahrer. In absoluten Zahlen sind das rund 6500 gewesen, in Fahrtrichtung Hamm waren es 2750. Diese großen Unterschiede waren bereits in den beiden Vorjahren zu erkennen. Das dürfte daran liegen, dass diese Säule in beide Fahrtrichtungen messen kann. Denn wer weiß schon oder rechnet damit, dass die Säule am Straßenrand in Richtung Hamm auch die andere Spur im Blick hat?

Das funktioniert auch längst nicht überall. Die zweite Säule im Stadtbezirk Rhynern an der Werler Straße in Berge kann dies nicht. Sie überprüft dafür auch Rotlichtfahrten an der Kreuzung bei McDonald‘s.

Achtung, Autofahrer: Hier wird in Hamm geblitzt!

An der Adenauerallee überwachen zwei Säulenblitzer den Verkehr in der 300 Meter langen Tempo-30-Zone.
An der Adenauerallee überwachen zwei Säulenblitzer den Verkehr in der 300 Meter langen Tempo-30-Zone.
An der Adenauerallee überwachen zwei Säulenblitzer den Verkehr in der 300 Meter langen Tempo-30-Zone.
Relativ unauffällig steht diese Säule auf der Radbodstraße zwischen Hafenstraße und Dortmunder Straße. Erfasst werden Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Süden fahren.
Achtung, Autofahrer: Hier wird in Hamm geblitzt!

Corona-Effekt mit weniger Pendlern

Das rote Licht blitzte dort im Jahr 2021 insgesamt 2895 Mal auf. Das ist fast identisch mit der Zahl von 2020. Beide Werte liegen aber deutlich unter dem von 2019, als rund 4500 Mal Verkehrssünder erwischt wurden. Dies könnte ein Corona-Effekt mit weniger Pendlern sein.

Der auch hier „hoch gerechnete“ Bußgeldwert betrug im vergangenen Jahr rund 81.000 Euro. Vor zwei Jahren kamen hier noch über 130.000 Euro in die Stadtkasse.

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