Die Bilanz der Beteiligten

Trotz allem...: Glücksgefühle nach dem Weihnachtsmarkt 2021

Auf dem Weihnachtsmarkt in Hamm war es in diesem Jahr selten richtig voll.
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Kein großer Trubel: Auf dem Weihnachtsmarkt war es in diesem Jahr selten richtig voll.

Der Weihnachtsmarkt in Hamm 2021 war Corona-bedingt kein normaler Markt. Die meisten Besucher und Standbetreiber sind unterm Strich dennoch glücklich darüber, dass er stattfand.

Hamm – „Im Großen und Ganzen sind wir froh, dass wir den Weihnachtsmarkt überhaupt durchführen konnten“, sagt Lucas Hoppe, der am Stand der Mandelbrennerei Hoppe gebrannte Mandeln, Popcorn und Obst verkaufte. Die Resonanz sei überwiegend positiv ausgefallen. Froh über den Weihnachtsmarkt rund um die Pauluskirche zeigte sich ebenfalls Liane Seonie, die im von der Familie selbst gebauten Stand Lángos verkaufte. „Ich habe mich über jeden einzelnen Kunden gefreut, den ich glücklich machen konnte, und über meine Stammkundschaft, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat, indem sie zu mir gekommen ist und zu mir gestanden hat“, so Seonie. Den einen oder anderen neuen Kunden habe sie davon überzeugen können, die Spezialität aus Ungarn zu probieren.

„Die Leute waren alle sehr zufrieden, dass es diesen Weihnachtsmarkt gab“, berichtet auch Ruth Schanzenbach-Kottmann vom Hammer Traditionsunternehmen Schanzenbach. In ihrem Kundenstamm hätten alle viel Verständnis für die Maskenpflicht und die 2G-Regelung gezeigt. Die Gäste seien zu den Stehtischen gegangen und hätten erst dort die Maske abgenommen. Wegen Corona habe es den großen Andrang ohnehin nicht gegeben.

Am Wochenende und an den Nachmittagen sei auch auf der Eisbahn viel los gewesen, erzählt Klaus Westphal. Mit der Resonanz zeigte er sich im Großen und Ganzen zufrieden. Für Probleme habe jedoch die neue Coronaschutzverordnung gesorgt, nach der Schüler bis zum Ferienende gesonderte Testnachweise benötigen. Da viele das noch nicht wussten, habe er einige wegschicken müssen. Er sieht kritisch, dass das Testzentrum auf der Südstraße erst um 14 Uhr öffnet. Der Weihnachtsmarkt öffnet dagegen bereits um 12 Uhr. „Das ist kontraproduktiv“, findet Westphal.

Nicht rentiert zu haben scheint sich der Hammer Weihnachtsmarkt für die Maronen-Lok. Nach nur zwei Wochen tuckerte sie bereits davon.

Pessimismus und Optimismus bei Schaustellern

Corona hielt trotz der positiven Resonanz der Gäste viele Menschen vom Weihnachtsmarkt fern. „Die Leute haben Angst, wenn sie sehen, dass in der Hütte bereits viele Leute sitzen und gehen dann wieder raus“, erklärt Johann-Otto Burghard, Betreiber des Almhofes. Vor allem im Ausschank-Bereich sei ein dickes Minus bei den Einnahmen zu verzeichnen. Geld, das die Schausteller dringend benötigen. „Uns fehlen ja die Einnahmen einer kompletten Saison und auch in diesem Jahr fanden nur ein Drittel der Veranstaltungen statt, die wir sonst hätten“, sagt Burghard.

Froh sei er dennoch, dass der Weihnachtsmarkt in Hamm überhaupt zu Ende gespielt werden konnte: „Die Kollegen in Bayern und Baden-Württemberg mussten ja schließen.“ Die Perspektive für 2022 sehe derzeit aufgrund der unsicheren Lage nicht besser aus als für das vergangene Jahr.

Etwas optimistischer blickt Udo Röhrig, Betreiber des Feuerzangenbowle-Standes und Vorsitzender des Schaustellervereins „Hand in Hand“ Hamm, in die Zukunft. Die Gesellschaft werde lernen, mit der Covid-Pandemie zu leben. „Ich gehe davon aus, dass wir dann wieder unsere Volksfeste und am Jahresende auch die Weihnachtsmärkte wie gewohnt durchführen können und wir auch wieder dieselben Umsätze erzielen werden“, so Röhrig. Denn die bräuchten die Schausteller langfristig auf jeden Fall.

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