Mainstream- oder Kreativbiere?

Bier mit Walhoden-Extrakt? Hammer Bierbotschafter über neue Trends

Craft Beer
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Craft Beer

Hamm - Wenn es um das liebste Getränk des Deutschen geht, hört bei vielen der Spaß auf – oder fängt gerade erst an. Längst heißt es nicht mehr nur Helles oder Dunkles,  Weizen, Pils oder Kölsch. Die Vielfalt des Bieres wurde in den vergangenen Jahren erweitert, unter anderem durch Craftbeer.

Sebastian Schönhold ist Bierbotschafter in Hamm und hat eine Leidenschaft für Bierspezialitäten wie beispielsweise Craft Beer. Was das ist und wohin sich der Trend beim Bier entwickelt, erklärt Schönhold im Gespräch mit WA-Mitarbeiterin Judith Kiene.

Was ist Craft Beer? 

Sebastian Schönhold: Der Craft-Beer-Trend begann Anfang der 1980er Jahre in Amerika. Craft Beer ist wörtlich übersetzt handwerklich hergestelltes Bier. In Amerika

Sebastian Schönhold

ist Craft Beer auch genau definiert, beispielsweise über eine maximale Ausstoßmenge der Brauerei.

Da sich diese Definition nicht in Deutschland umsetzen lässt, bezeichnet man hierzulande diese Biere/Brauer auch als Kreativbiere/Kreativbrauer. Die Craft-Beer-Brauerei muss selbstständig und konzernunabhängig sein und das Bier muss traditionell hergestellt werden. 

Wohin geht der aktuelle Trend bei den Bieren? 

Schönhold: Hier würde ich unterscheiden zwischen Mainstream- und Kreativbieren. Bei den Mainstreambieren geht der Trend definitiv Richtung Kellerbiere oder Zwicklbiere, also unfiltrierte Biere. Bei den Kreativbieren entscheidet man sich vermehrt für Sauerbiere, also Biere wie zum Beispiel eine originale Berliner Weiße mit Milchsäurebakterien und Flaschengärung. Oder belgische Sauerbiere, bei denen wilde Hefen für die Gärung zuständig sind. 

Es gibt mittlerweile Bier mit Kürbisgeschmack. Wo hört der Spaß auf? 

Schönhold: Definitiv noch längst nicht bei Kürbisbieren! Kürbisbier ist auch nichts Neues, sondern hat in Amerika eine lange Tradition. Ich habe generell nichts gegen Biere, die nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut werden und bei denen man natürliche Rohstoffe verwendet. Der Spaß hört bei mir zum Beispiel bei dem Bier einer isländischen Brauerei auf, die ein Bier mit Walhoden-Extrakt gebraut hat.

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