Hammer Norden

Bewegung auf ATU-Gelände: Neuer Mieter in Wartestellung

Seit Herbst 2020 ist das ATU-Gebäude an der Heessener Straße ungenutzt.
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Ende des Leerstandes? Seit Herbst 2020 ist das ATU-Gebäude an der Heessener Straße ungenutzt. Nun scheint ein Mieter gefunden, aber auch ein Verkauf ist möglich.

Es tut sich was an der ehemaligen ATU-Filiale an der Heessener Straße in Hamm. Noch ist unklar, was sich tut - aber die Zielrichtung heißt: Es wird keine jahrelang vor sich gammelnde Industriebrache bleiben.

Heessen – Im September 2020 schloss das Unternehmen die Pforten an dem Standort, weil sie laut Unternehmens-Angabe nicht profitabel und nicht zukunftssicher gewesen sei. Jetzt steht die Halle, die seit der Schließung ungenutzt, aber noch von ATU gemietet war, zur Verfügung.

„Das wird keine Industriebrache sein, die die Stadt Hamm fünf Jahre oder länger begleiten wird“, ist sich Sebastian Wels von der Hammer Immobilienagentur Haus Kentrop GmbH sicher. Er kümmert sich im Namen des Eigentümers um den Verkauf der Halle. Zu dem Grundstück gehören außerdem noch eine alte Waschstraße und ein Speditionsgebäude, für die laut Wels aufgrund des Zustands nur noch ein Abriss infrage kommt. „Da kann man wirklich nur noch mit viel Fantasie etwas draus machen“, so Wels.

Für die knapp 5000 Quadratmeter großen Fläche nördlich der Heessener Straße handelt es sich laut Bebauungsplan um ein Mischgebiet. Sowohl Gewerbe- als auch Wohnbebauung ist an dieser Stelle möglich. Einzuhalten ist zudem die offene Bauweise, also die Bebauung eines Grundstücks mit entsprechendem Abstand zur Grundstücksgrenze. Gebäude mit zwei und drei Vollgeschossen sind möglich.

Vorläufiger Mietvertrag unterschrieben

Sollte in absehbarer Zeit kein Käufer gefunden werden, wird der Grundstückseigentümer die Fläche selbst entwickeln. Gespräche zwischen Makler, Grundstückseigentümer und der Stadt fanden bereits statt. Die Verwaltung begrüße die Eigeninitiative, so Stadtsprecher Lukas Huster. Man sei zuversichtlich, diese Ziele gemeinsam mit dem Eigentümer zu erreichen. Der Bebauungsplan soll für die künftige Nutzung angepasst werden, zum Beispiel zum Zwecke der Vergnügungsstättensteuerung und zur Regelung immissionsschutzrechtlicher Fragestellungen.

Zurzeit tut sich auch schon etwas auf dem Gelände. So hat ein Interessent einen vorläufigen Mietvertrag unterschrieben, allerdings fehle, bis alles unter Dach und Fach ist, noch die verwaltungstechnische Genehmigung, erläutert Wels. Nichtsdestotrotz habe der neue Nutzer an der Heessener Straße bereits mit Reinigungsarbeiten begonnen. „Ein Verkauf steht aber weiter zur Disposition“, betont Wels.

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