Betreiber: Zu wenige Kunden, zu wenig Umsatz
Aus fürs "St. Louis" auf der Hammer Meile nach zehn Monaten
Hamm - Knapp zehn Monate nach der Eröffnung stellt das „St. Louis“ auf der Südstraße seinen Betrieb wieder ein. Am 8. August schließen Gaststätte und Biergarten.
Einerseits sei er mit seinem dritten Betrieb eindeutig an persönliche Grenzen gestoßen, sagte Pächter Karsten Plaß zur Begründung, andererseits fehle es auch an Kundschaft und damit an Umsatz.
Der 7. und 8. August stehen unter dem Motto „Last chance to dance“, danach ist Schluss. Plaß will sich künftig wieder ausschließlich seinen anderen beiden Betrieben auf der Südstraße, dem „Pirates“ und dem „King’s Pub“ widmen.
„Das war in der Vergangenheit nicht so möglich, wie ich es mir gewünscht hätte“, sagt der Gastronom, der sich als „Motor“ und Initiator zahlreicher Aktionen auf der Meile einen Namen gemacht hat. „Wir haben in das ,St. Louis’ viel Zeit und auch Geld investiert, am Ende sind unsere Pläne aber nicht aufgegangen“, resümiert er.
„Wir kriegen es nicht so hin, wie wir wollen.“ Das Personal müsse sich keine Sorgen machen, die Mitarbeiter kämen in den anderen Betrieben unter. Bis zur Eröffnung am 17. Oktober 2014 hatte Plaß das ehemalige „Jonathan“ aufwändig renoviert.
Im „St. Louis“ sollte der Blues, der zuvor im „Louis“ auf der Oststraße zuhause war, eine neue Heimat finden. Mindestens einmal pro Monat wollte Plaß seinem Publikum Live-Musik bieten, Partys und Jazz-Frühstücke sollten die Besucher anlocken. „Ich bin auch mit dem Ziel angetreten, die Meile weiter aufzuwerten“, sagt er. Doch die Pläne gingen nicht auf, das Ü40- und Ü-50-Publikum sei nach vielversprechendem Start dann wohl doch lieber zuhause geblieben, so Plaß.