Der Schnee kann kommen

Bereit für den Winter: Hamm setzt auf Technik und Bürgerpflicht

Die Stadt Hamm ist für den Winter gerüstet. Der ASH setzt auf eine Flotte von Fahrzeugen und Sensoren zur Wetterüberwachung. Aber auch die Bürger sind gefordert.

Hamm – Passend zum ersten Schnellfall im Jahr 2025 sieht sich der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb Hamm (ASH) für die aktuelle Wintersaison gut aufgestellt, um Straßen sowie Geh- und Radwege von Schnee und Eis zu befreien. Grundstückseigentümer seien allerdings ebenfalls teilweise in der Pflicht, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Bereit für den Winter: Hamm setzt auf Technik und Bürgerpflicht

Mit einer Flotte von mehr als 16 Fahrzeugen, darunter acht Groß-, acht Klein- und zwei Handstreuer, können die Mitarbeitenden seit 1. November und noch bis zum 15. April in Bereitschaft gesetzt werden, um im Bedarfsfall einzugreifen. Vier weitere Groß- und ein Kleinstreuer können aus der Reserve geholt werden. Pro Tag kümmern sich in der Rufbereitschaft 23 engagierte Mitarbeitende um die Räumung und Streuung – sowohl in den frühen Morgenstunden als auch bei spätabendlichen Schneefällen. Insgesamt sind rund 140 Mitarbeitende des ASH in wechselnden Schichten für den Winterdienst eingeplant.

Der ASH befreit mit einem Radlader und einem Räumfahrzeug die Straßen vom Schnee. Das Foto entstand im Februar 2021 am Kreisverkehr Kamener Straße/Kleine Werlstraße.

Rund 10.000 Kilometer Straße müssen in Hamm von Schnee und Eis befreit werden

In Hamm müssen pro Saison rund 10.000 Kilometer Straße von Schnee und Eis befreit werden. Eine Einsatzleitung ist – wenn es die Wetterlage erfordert – rund um die Uhr in Bereitschaft und fährt gegebenenfalls auch in der Nacht schon raus, um die Straßen auf Glatteis zu prüfen. Wetterdaten von drei Sensoren helfen der Einsatzleitung, die Situation einzuschätzen. Die Sensoren sind an drei neuralgischen Punkten aufgestellt: An den Brücken Dasbecker Weg und Münsterstraße sowie an der Kreuzung Ahornallee/Eschenallee hängen kleine weiße Geräte, die wie Kameras aussehen. Sie messen die Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, die Temperatur der Straßenoberfläche und bestimmen den Taupunkt. Ist zum Beispiel die Lufttemperatur höher als die Bodentemperatur, bildet sich sehr wahrscheinlich Raureif.

Die Stationen liefern also einen Anhaltspunkt, ob sich Glätte bilden kann. Sie ersetzen zwar nicht das Rausfahren der jeweils zuständigen Einsatzleitung, gibt dieser aber einen Hinweis, wie wahrscheinlich ein Einsatz ist – und das mit Wetterdaten aus Hamm. Denn die nächste hauptamtliche Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes steht in Werl – und da kann die Witterung schon wieder ganz anders aussehen.

Verschneite Palmen: zu sehen am Sonntagvormittag am Gradierwerk.

Hammer Winterdienst hat 700 Tonnen Salz im Vorrat

Für den Winterdienst steht am Recyclinghof ein Vorrat von 700 Tonnen Salz zur Verfügung, sodass auch größeres Aufkommen von Glatteis schnell und effizient beseitigt werden kann.

Auch Bürger müssen den Winterdienst je nach Adresse und der im Straßenverzeichnis nachzulesenden Reinigungsklasse unterstützen. So sind sie teils dazu verpflichtet, Geh- und Radwege von Schnee und Eis zu befreien. Weitere Informationen dazu gibt es in der städtischen Straßenreinigungssatzung.

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

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