Licht im dunklen Corona-Advent

Baum auf Hammerkopfturm leuchtet wieder - „Wollten das Unmögliche möglich machen“

Test erfolgreich: Der Weihnachtsbaum in 65 Metern Höhe auf dem Hammerkopfturm wird – wahrscheinlich um den zweiten Advent – wieder zum Leuchten gebracht. Mitarbeiter der RAG und der Stadt gaben nun grünes Licht.
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Test erfolgreich: Der Weihnachtsbaum in 65 Metern Höhe auf dem Hammerkopfturm wird – wahrscheinlich um den zweiten Advent – wieder zum Leuchten gebracht. Mitarbeiter der RAG und der Stadt gaben nun grünes Licht.

Dem Hammerkopfturm im CreativRevier Heinrich Robert wird in diesem Jahr wieder ein adventliches Licht aufgehen. Eine Gruppe um Bezirksbürgermeister Axel Püttner hat es geschafft, das alte Baum-Gerüst in 65 Metern Höhe wieder flott zu bekommen. Rund um den zweiten Advent soll der beliebte Lichtbaum wieder leuchten.

Pelkum/Herringen – Am 28. Oktober war der Leuchtbaum zum ersten Mal wirklich Thema am Rande einer Gremiensitzung, erklärt Püttner. Zuvor hatte es über Monate bereits immer wieder zumindest kurze Gespräche zwischen den Beteiligten gegeben. Im vergangenen Jahr scheiterte der Versuch, den Baum zum Leuchten zu bringen, noch an der fehlenden Zeit. „Damals war alles einfach zu knapp, um überhaupt zu überprüfen, ob der Baum noch nutzbar ist.“ Und so blieb es auf dem Hammerkopfturm im ersten Corona-Advent dunkel.

Positives Signal in düsterer Zeit - Versprechen gehalten

Eine extra gegründete Facebook-Gruppe aus Nachbarn und Bürgern aus Pelkum, Wiescherhöfen und Herringen hatte sich eigens dafür eingesetzt, dass der Baum Jahre nach dem Ende des Bergbaus wieder angeknipst wird – als positives Signal im düsteren Pandemie-Winter und als Fingerzeig darauf, dass auf dem Pütt bald wieder Leben Einzug halten soll.

Püttner und Co. versprachen damals, sich in diesem Jahr früher ans Werk zu machen. Und sie haben Wort gehalten. Dabei sah es auch Ende Oktober zunächst wenig gut aus für das Projekt, für das sich auch OB Marc Herter, Stadtbaurat Andreas Mentz, CreativRevier-Chef Jürgen Tempelmann und die RAG Montan Immobilien GmbH eingesetzt haben.

Püttner: „Es schien schlicht unmöglich“

„Es schien schlicht unmöglich“, sagt Püttner mit einem Blick zurück. Das Problem: Es war nicht klar, ob und wie man an den rund zehn Meter hohen Baum dran kommt, ob das Gerüst noch funktioniert oder eine ganz andere Lösung her muss.

Mit einer Drohne wurde zumindest ein erster Überblick über das, was da auf dem Dach des Turms ist, erreicht. Unter Begleitung der Höhensicherung der Feuerwehr gab es dann am 18. November eine Begehung der Fläche hoch über den Dächern Herringens und Pelkums.

Da schon mit dabei waren die Ruhrkohle AG mit einem Elektriker und das Tiefbauamt mit der Abteilung Verkehrstechnik und -lenkung um Christian Breßler. „Die Jungs haben sich richtig dafür eingesetzt, dass es doch klappt. Es gab eine Allianz aus vielen Leuten, die dann doch das Unmögliche möglich machen wollten“, erklärt Püttner.

Winde funktioniert noch - und auch der Strom fließt wieder

Weil die mechanische Winde samt Handkurbel noch funktionierte und auch die Stromleitung bis in 65 Meter Höhe über mehrere Umwege zu schalten ist, gab es letztlich grünes Licht für den Lichtbaum. „Wir sind da alle sehr glücklich drüber“, sagt Püttner und lobt vor allem die Kreativität der Beteiligten. „Da hat man gesehen, dass auch bei einem für viele vielleicht kleinen Projekt viel möglich ist, wenn man wirklich will.“

Aktuell werden noch neue Leuchtmittel beschafft. In dieser Woche könnten die 100 Fassungen dann neu bestückt werden. „Unser Wunschziel ist, dass der Baum nach dem zweiten Advent wieder leuchtet. Auf jeden Fall aber vor Weihnachten“, so Püttner.

Arbeiten in 65 Metern Höhe fallen sofort auf

Der Baum auf dem Hammerkopfturm ist für Püttner und wohl auch für viele Menschen in den angrenzenden Stadtbezirken mehr als nur ein zehn Meter hoher Drahtkoloss. „Er gehört einfach für ganz viele Leute zum ortsprägenden Bild im Advent. Dass er leuchtet, ist schließlich uralte Tradition und gibt ein gutes Gefühl.“ Immer wieder sei der Bezirksbürgermeister „aus allen Ecken heraus“ angesprochen worden. Und als der Baum in den vergangenen Tagen für die Arbeiten gekippt wurde, habe er sofort Fotos per WhatsApp von Menschen bekommen, denen das aufgefallen sei.

Der Weihnachtsbaum soll in diesem Advent die ganze Nacht über durchleuchten. Und einmal ertüchtigt, soll die Konstruktion natürlich auch in den kommenden Jahren wieder für ein weihnachtliches Strahlen vom höchsten Gebäude auf dem Pütt sorgen.

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