Immer neue Rekorde beim Firmenlauf: Gibt es eine Obergrenze?
Hamm - Der AOK-Firmenlauf in Hamm eilt von Rekord zu Rekord. Damit wird es auf der angestammten Strecke natürlich immer enger. Eine Teilnehmer-Obergrenzen ist für die Verantwortlichen aber keine Option. Eher würde es andere Veränderungen geben.
Mehr als 6370 Anmeldungen lagen bis Dienstag für die zehnte Auflage des Hammer Firmenlaufs vor. Und da erfahrungsgemäß immer noch ein paar Nachzügler dazukommen, wird die Zahl der Teilnehmer am Donnerstagabend wohl die Grenze von 6400 überschreiten. Das wären rund 300 mehr als im vergangenen Jahr und damit wieder einmal ein neuer Rekord. Allein das Team Sparkasse hatte noch am Montag 37 Läufer nachgemeldet, verrät Chef-Organisator Wolfgang Röller.
Strecke verlängern oder Start/Ziel entzerren
Der Hammer Firmenlauf erzielt auch in seinem zehnten Jahr wieder einen Teilnehmer-Rekord. Wieviel Kapazität steckt noch in der Veranstaltung, ehe es räumlich problematisch wird? Welche Streckenbereiche sind schon jetzt mit Haken und Ösen besetzt?
Wolfgang Röller: Wir sind optimistisch, dass es in diesem Jahr noch keine Probleme gibt. Sollten sich die Teilnehmerzahlen aber so weiter
entwickeln wie zuletzt, müssten wir aber handeln: zum Beispiel die Strecke verlängern oder Start und Ziel auseinanderziehen. Vor allem Letzteres präferieren wir aber nicht: Die Zuschauer sollen den Platz nicht wechseln müssen. Wir sind tatsächlich selbst sehr erstaunt, dass es bei den Zahlen noch immer Luft nach oben gibt. Eine Obergrenze soll es aber nicht geben – damit würden wir uns auch Sympathien verspielen.
Im vergangenen Jahr hatten wir ein kleines Problem zu Beginn des Ostrings, als es Richtung OLG weiter ging. Die Sperrung dort sollte eigentlich für den Hin- und Rückweg genutzt werden. Doch wir hatten die Rechnung ohne die ganz Schnellen gemacht – die sind dann auf dem Rückweg in die zuletzt gestarteten Walker reingerannt. Wir werden das dort daher diesmal wieder trennen. Wenn Begegnungsverkehr vermieden wird, wird auch Brisanz vermieden.
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Lieber in Hamm laufen als in Unna
Wie viele Firmenläufe betreuen Sie persönlich, und wie ordnen Sie den Hammer Lauf in diese Liste ein, was die Popularität betrifft?
Röller: In der Verantwortung von mir und meiner Kollegin Regina Flaß liegen die Läufe in Hamm und Unna. Spannend ist, dass in Unna trotz gefühlt weniger Werbung in diesem Jahr plötzlich 500 Läufer mehr dabei waren, bei insgesamt 5200. Das sind so viele wie in den vergangenen vier Jahren zusammen dazukamen. Warum, weiß niemand. Der Lauf in Unna ist räumlich beengter. Ein Kollege sagte unlängst noch: Hamm hat bessere Möglichkeiten, was die Strecke anbelangt – daher gönne er sich die Teilnahme eher in Hamm als in Unna.
Immer wieder verrückte Verkleidungen
Welches waren im Rückblick die verrücktesten Teilnehmer-Ideen in Hamm?
Röller: Wir haben so manche interessante Verkleidungsidee dabei gehabt. Vor allem in den ersten Jahren. Da sind zum Beispiel die Deutsche-Bahn-Mitarbeiter als Zug gelaufen und die ASH-Leute als Müllwagen, in orangefarbener Kleidung und mit Helmen. Eine besonders verrückte Geschichte, aber nicht zur Nachahmung empfohlen: Vor einigen Jahren ist mal ein Teilnehmer nach einer verlorenen Wette auf einem Rollbrett mitgefahren. Er kam zwar als Letzter ins Ziel, wurde aber begeistert empfangen. Das alles hat ein bisschen nachgelassen. Vielleicht weil in den Firmen der Druck größer und die Zeit knapper wird, um sich mal hinzusetzen und über solche Dinge zu spinnen.
Nach wie vor ist es aber toll, wie sich Unternehmen selbst auf den Arm nehmen. Diesmal ist zum Beispiel ein 13-köpfiges Team namens „Gründungsmitläufer“ dabei: Die nehmen halt für sich in Anspruch, von Anfang an dabei zu sein.
Den Verkleidungswettbewerb haben wir diesmal übrigens erstmals weggelassen – das hat allerdings organisatorische Gründe, weil diesmal der Schwerpunkt auf die Ehrung der zehnjährigen Teilnehmer liegt.
