Anmeldezahlen
Nur Gesamtschulen legen zu - Realschule weiter beliebteste Schulform
In Hamm ist die Anmeldephase für die weiterführenden Schulen beendet. Trotz Verlusten bleibt die Realschule die beliebteste Schulform. Ganz anders die Situation hingegen bei den Hauptschulen.
Hamm – Nach Ende der Anmeldephase haben drei Hammer Hauptschulen die formale Mindestgröße von 18 Schülern im 5. Jahrgang nicht erreicht: die Karlschule (14), die Albert-Schweitzer-Schule (14) und die Erlenbachschule (16). Gibt es also einen Grund zur Sorge, dass hier keine Eingangsklassen gebildet werden können? „Nein“, sagt Stadtsprecher Tom Herberg. Angesichts von noch rund 60 ausstehenden Anmeldungen gehe man fest davon aus, dass auch die drei Schulen die Mindestgröße erreichen werden. Und wenn nicht? „Dann haben wir immer noch die Möglichkeit, bei der Schulaufsicht in Arnsberg die Bildung kleinerer Klassen zu beantragen.“ Auf Dauer sei das allerdings nicht möglich. Sollte es über mehrere Jahre zu wenig Anmeldungen geben, müsse ein Auslaufen der betreffenden Schule in Betracht bezogen werden.
Anmeldezahlen: Stadt erwartet noch etwa 60 Nachzügler
Insgesamt wurden an den weiterführenden Schulen in Hamm bislang 1 523 Schüler angemeldet – 16 weniger als vor einem Jahr. Mit den 60 Nachzüglern würde man allerdings die Zahl der Schüler erreichen, die im August 2021 tatsächlich an den Start gegangen sind (1 586).
Die Situation in den einzelnen Schulformen stellt sich wie folgt dar.
Hauptschulen: Hier ist der Trend weiter rückläufig. An den fünf Hauptschulen haben sich bislang 107 Schüler angemeldet – noch einmal 17 weniger als 2021. Im Sommer gestartet sind sie dann mit 140 Schülern. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren haben allerdings gezeigt, dass es im Laufe des 5. und 6. Schuljahres eine hohe Zahl an Rückläufern gibt, sodass die Hauptschulen locker zwei oder drei Klassen pro Jahrgang bilden können. Mit Blick auf das neue Schuljahr gibt es an allen Hauptschulen im 5. Jahrgang noch Kapazitäten.
Anmeldezahlen: Konrad-Adenauer-Realschule muss Schüler ablehnen
Realschulen: Mit 524 Anmeldungen – 21 weniger als vor einem Jahr – ist und bleibt die Realschule die beliebteste Schulform in Hamm. Daran werden auch die Nachzügler nichts ändern. Einzig die dreizügige Konrad-Adenauer-Schule im Stadtbezirk Rhynern (107 Anmeldungen) wird nach Angaben der Stadt Schüler ablehnen müssen. Der aktuelle 5. Jahrgang besteht hier aus 93 Schülern. Die Eltern haben die Möglichkeit, abgewiesene Kinder an einer der anderen Realschulen anzumelden. Überall sind noch freie Kapazitäten vorhanden. Auffällig: An der Realschule Mark haben sich „nur“ 61 Schüler angemeldet. Das sind 44 weniger als 2021.
Gymnasien: Leicht verloren (von 484 auf 466) haben auch das Gymnasium als zweitbeliebteste Schulform. Hier gibt es allerdings extreme Schwankungen. Während das Beisenkamp-Gymnasium um 26 auf 117 Anmeldungen – es ist damit die Nummer 1 in Hamm – zulegen konnte, gab das Gymnasium Hammonense gegenüber dem extrem starken Jahr 2021 42 Schüler ab (jetzt 92). Herberg: „Alle Elternwünsche beziehungsweise Anmeldungen an den Gymnasien können berücksichtigt werden.“
Anmeldezahlen: Kleinere Klassen durch Inklusion
Gesamtschulen: Als einzige Schulform zulegen konnte die Gesamtschule – und zwar von 386 auf 426. Sie sind damit fast voll. Sechs Restplätze müssen noch für Schüler mit Förderbedarf freigehalten werden. Im Zuge des vorgezogenen Anmeldeverfahrens konnten die Elternwünsche für die Arnold-Freymuth-Schule und für die Friedensschule berücksichtigt werden. An der Sophie-Scholl-Gesamtschule mussten hingegen 43 Ablehnungen ausgesprochen werden. Sie haben sich zum Teil auf die beiden anderen Gesamtschulen verteilt.
Aufgrund der Inklusion gibt es dort kleinere Klassen als in früheren Jahren. Lag die Klassenstärke einst bei 30 Schülern, so sind es jetzt nur noch 27. Bei zwei sechszügigen und einer vierzügigen Gesamtschule macht das insgesamt 432 Schüler.