Schulplanung
Dritte Gesamtschule für Hamm schon 2018
Hamm - Hamm bekommt eine dritte Gesamtschule. Der neue Schulentwicklungsplan (SEP), der in diesen Minuten der Lokalpolitik vorgestellt wird, sieht einen „eindeutigen Handlungsbedarf“. Sie soll schon im nächsten Jahr starten.
Die Fraktionen von CDU und SPD reagieren und wollen die Arnold-Freymuth-Sekundarschule in Herringen zu einer Gesamtschule ausbauen. Der SEP untersucht die mittelfristige Entwicklung der Hammer Schullandschaft bis 2022/23. Demnach sind in diesem Zeitfenster alle Schulstandorte in ihrem Bestand gesichert. Hier die Ergebnisse kurz und knapp im Überblick:
Auch alle fünf Hauptschulen sind aus Sicht des Gutachters in ihrem Bestand gesichert und können fortgeführt werden. Baulich jedoch bestehe Handlungsbedarf. „Zur Stärkung des Systems Hauptschule wäre ein Neubau einer attraktiven und gut ausgestatteten Hauptschule im Hammer Norden eine flankierende Maßnahme“, heißt es in dem 475 Seiten starken SEP.
Bei den Grundschulen könne es laut SEP aufgrund der unterschiedlichen Schülerzahlentwicklung vor allem in den Sozialräumen Mitte, Norden und Westen zu Engpässen kommen. Freie Kapazitäten sieht der SEP dagegen in Zukunft in Uentrop und Rhynern.
Im Bereich OGS (Offene Ganztagsschule) erwartet der SEP eine weiter steigende Nachfrage, Eine Gesamtbetreuung von rund 75 Prozent der Schüler gegen Ende des Prognosezeitraums erscheint dem Gutachter als durchaus realistisch. Derzeit liegt dieser Wert bei 37 Prozent.
Alle fünf Realschulen sind laut SEP in ihrem Bestand gesichert, sie bewegen sich am Rande ihrer Kapazitäten. „Die Friedrich-Ebert-Realschule stellt sich insbesondere aufgrund des schlechten Zustands der Pavillons räumlich wenig attraktiv dar und bedarf dringend einer Aufwertung“, erklären die Gutachter. So könnten sich zukünftige weitere Abwanderungen zur benachbarten Konrad-Adenauer-Realschule reduzieren.
Trotz eines sich abzeichnenden Rückgangs der Schülerzahlen sind alle fünf Gymnasien der Stadt Hamm in ihrem Bestand gesichert und können in der bisherigen Form fortgeführt werden. Es bestehe aktuell kein Handlungsbedarf.
Der Anteil der Schüler, die an Förderschulen unterrichtete werden, stabilisiert sich. Es komme zwar einerseits zu einer relativen Verlagerung der Beschulung in die Regelschulen, „gleichzeitig sind die Förderschulen aufgrund der insgesamt gestiegenen Zahlen jedoch auch weiterhin erforderlich“.