Es gibt zumindest positive Indizien
Kein zweites Coesfeld? Massentests bei Westfleisch beendet - so geht es weiter
Bald werden wir schlauer sein. Die Corona-Massentests bei Westfleisch in Hamm-Uentrop sind am Montagnachmittag programmgemäß abgeschlossen worden. Ergebnisse sollen spätestens Donnerstag vorliegen.
Hamm - Spätestens Donnerstag soll feststehen, ob Coesfelder Verhältnisse möglicherweise auch in Hamm vorliegen und ob die gestern begonnene Lockerungsphase des gesellschaftlichen Lebens (teilweise) wieder zurückgenommen wird.
Der Auswertung der rund 1150 Tests, die seit Sonntag auf dem Uentroper Schlachthofgelände vorgenommen wurden, kann nicht vorgegriffen werden. An anderer Stelle gibt es jedoch mindestens Indizien, dass sich das Phänomen Coesfeld in Hamm nicht wiederholt:
Dies betrifft die Frage nach prekären Wohnverhältnissen der Werkvertrags-Beschäftigten. Gut 600 der Uentroper Mitarbeiter wohnen in Hamm, und zwar an gut 300 verschiedenen Anschriften. 150 Beschäftigte seien bereits aufgesucht worden.
Massentests bei Westfleisch: Keine Überbelegungen
Matratzenlager und überbelegte Wohnungen habe man nicht vorgefunden, sagte ein Stadtsprecher. Dabei habe man sich zunächst diejenigen Adressen herausgesucht, die am ehesten eine Hotspot-Rolle hätten vermuten lassen – beispielsweise solche in großen Wohnblocks.
In den nächsten ein bis zwei Tagen solle auch der Rest abgefahren sein. „Wir haben die Lage gut im Griff“, sagte Stadtsprecher Lukas Huster zum Thema Überbelegungen und wiederholte damit eine Sichtweise, die in den vergangenen ein, zwei Jahren immer wieder seitens der Stadtverantwortlichen gespiegelt worden war.
Gute Kontakte zu Rumänen und Bulgaren
Über de Stabsstelle „Soziales“ verfüge man über gute Kontakte auch zu rumänischen und bulgarischen Bevölkerungsteilen. Es gebe schon seit Langem praktisch keine Rückmeldungen mehr über menschenunwürdige Wohnverhältnisse.
Proaktiv werde die Stadt angesichts des Falls Coesfeld aber auch mit Blick auf andere Branchen wie etwa das Baugewerbe oder die Erntehelfer nicht werden. „Da sehen wir eher den Zoll in der Verantwortung“, so Huster.
Auch bei den Wegen hin zum Schlachthof habe es bislang keine Auffälligkeiten gegeben. Für den Transport der Mitarbeiter würden die gleichen Auflagen und Abstandsregeln gelten wie für jedermann.
Bislang, so die Mitteilung der Stadt, seien keinerlei Verstöße durch den Ordnungsdienst oder die Polizei festgestellt worden.
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