Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

In Deutschland purzeln die Wetter-Rekorde – aktuelle Welle könnte noch Wochen anhalten

Deutschland erlebt außergewöhnliche Wärme mit möglichen 23 Grad. Wettermodelle zeigen kaum Chancen für Kälte. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Die Temperaturrekorde fallen derzeit reihenweise. Schon am Donnerstag (26. Februar) wurden an zahlreichen Messstationen ungewöhnlich hohe Werte für Ende Februar registriert, und am Freitag (27. Februar) könnte nun der bislang wärmste Tag des Jahres 2026 erreicht werden. In der Spitze sind lokal bis zu 23 Grad möglich – ein Wert, der sich dem Februarrekord von 23,1 Grad stark annähert.

Bis in die erste Märzwoche hinein ist in Deutschland kaum noch nennenswerter Regen zu erwarten.

Solche Temperaturen entsprechen eher dem späten April oder sogar dem Beginn des Mai als den letzten Wintertagen. Verantwortlich ist eine stabile Wetterlage mit milder Luft aus südlichen Richtungen, die sich seit geraumer Zeit über Mitteleuropa festgesetzt hat und außergewöhnlich beständig wirkt.

Rekordwärme auf dem Vormarsch: Wettermodelle sehen kaum Chancen für Kälte in Deutschland

Allen anderslautenden Berichten zum Trotz zeigen die derzeit verfügbaren seriösen Wettermodelle kaum Hinweise auf einen nachhaltigen Kaltlufteinbruch im März. Vielmehr deuten die führenden Berechnungen darauf hin, dass sich das milde, häufig trockene und zeitweise sonnige Frühlingswetter mindestens bis zur Monatsmitte fortsetzen könnte.

Selbst kurze Abkühlungen würden demnach eher moderat ausfallen und keine Rückkehr zu winterlichen Verhältnissen bringen. Damit setzt sich eine ungewöhnlich lange Phase mit überdurchschnittlichen Temperaturen fort, die bereits seit Wochen anhält.

Bemerkenswerte Wetterprognose: Außergewöhnlich lange trockene Frühlingsphase

Bemerkenswert ist nicht nur die Wärme, sondern auch die anhaltende Trockenheit. Niederschläge bleiben vielerorts rar, während sonnige Abschnitte immer wieder dominieren. Eine solche stabile und milde Witterung über einen so langen Zeitraum ist für die Übergangszeit ausgesprochen ungewöhnlich. Die Großwetterlage erinnert eher an typische Frühjahrsmonate als an den Ausgang des Winters. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, würde der Frühling in diesem Jahr außergewöhnlich früh und nachhaltig Einzug halten – mit Temperaturen nahe am Februarrekord und einer Wetterlage, die eher Ende April oder Anfang Mai erwarten ließe.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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