Wetter-Prognose

Altweibersommer in Deutschland - was ein Hurrikan damit zu tun hat

Zwei Frauen sitzen in der Sonne auf einem Steg an einem Hafen
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Es bleibt sonnig und warm in weiten Teilen Deutschlands. (Symbolbild)

„Der September 2023 macht einen auf Sommer“, sagt Meteorologe Dominik Jung. Er erwartet den wärmsten September seit mehr als 140 Jahren. Einer der Gründe: ein Hurrikan.

Wiesbaden/Fulda - „Was für ein September. Einige hatten den Sommer bereits Ende August für beendet erklärt. Ein ziemlicher Fehler, wie man aktuell sehen kann“, erklärt Meteorologe Dominik Jung. Zwar wird am Wochenende in Deutschland deutlich kühler - auch Bodenfrost ist möglich -, danach steigen die Temperaturen aber wieder an.

Wetter in Deutschland: Was ein Hurrikan mit dem Altweibersommer zu tun hat

Der Geschäftsführer des Wetterdienstes Q.met in Wiesbaden sagt: „Nach den aktuellen Daten könnte es der wärmste September seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 werden.“ In der kommenden Wetterwoche erwartet Dominik Jung stabiles Altweibersommer-Wetter mit Temperaturen von 20 bis 25 Grad, regional sogar bis zu 27 oder 28 Grad. „Der Sommer will in diesem Jahr scheinbar gar nicht enden. Die ersten Oktobertage könnten ebenfalls um 20 bis 25 Grad bringen“, so Jung gegenüber wetter.net.

Begünstigt wird das gute Wetter von einem Hurrikan. „Der Hurrikan ,Nigel‘ kommt Westeuropa ganz schön nahe, wandelt sich aber vor den Britischen Inseln in ein außertropisches Tief um. Auf seiner Vorderseite kommen nächste Woche die neuen warmen Luftmassen nach Deutschland“, erläutert Jung. Damit forciert der Hurrikan den Aufbau des Altweibersommer-Hochs über Europa.

„Wir beobachten in den vergangenen Jahren immer öfter, dass Hurrikans Richtung Europa ziehen. ,Nigel‘ hat dabei eine ganz ungewöhnliche Zugbahn. Er zieht auf direktem Weg in unsere Richtung und nicht erst Richtung Karibik und USA, um später erst über den Nordatlantik zu uns zu gelangen, als normales Sturmtief.“ Das warme Meerwasser im Nordatlantik gibt „Nigel“ noch längere Zeit Energie, erklärt Jung.

Video: Hurrikan „Nigel“ rauscht auf Europa zu

„Irgendwann - vielleicht schon bald?! - werden wir es wohl erleben, dass es ein Hurrikan bis zu uns schafft“, warnt der Wetterexperte. Zunächst können sich die Menschen in Deutschland aber über eine weitere Verlängerung des Sommers freuen.

Apropos Wetter-Extreme: Zuletzt hatte eine Omega-Wetterlage für viel Sonne in Mitteleuropa und zugleich sintflutartigen Regen in Griechenland und der Türkei geführt.

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