Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Schnee schon bald? Das sind mögliche Termine für das erste Winter-Wetter in Ihrer Stadt

Kommt der Winter früher als gedacht? Wann es laut Langzeitbeobachtungen in deutschen Städten erstmals schneit. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Die Nächte werden kühler, der erste Bodenfrost ist da – ein deutliches Zeichen, dass sich der Herbst dem Winter nähert. In den Alpen hat es bereits bis auf 1500 Meter herab geschneit. Doch die eigentliche Frage, die sich viele stellen: Wann fällt der erste Schnee auch bei uns in den Städten?

Der erste Schnee in Berlin - wann könnte es statistisch so weit sein?

Wer morgens den Wetterbericht verfolgt, könnte meinen, der erste Wintereinbruch stehe kurz bevor. Und tatsächlich: Historische Wetterdaten zeichnen ein spannendes Bild, wann es in Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt oder München in der Regel zum ersten Mal schneit.

Schnee in Deutschland: Ein Blick in die Wetter-Statistik

Langjährige Wetteraufzeichnungen zeigen erstaunlich genaue Zeitfenster für den ersten Schneefall bis in tiefe Lagen. Im Norden, etwa in Hamburg, fallen die ersten Flocken statistisch gesehen meist zwischen dem 20. November und dem 5. Dezember. In Berlin kann es bereits etwas früher losgehen – häufig zwischen dem 15. und 30. November.

Weiter westlich, im milden Rheinland rund um Köln, lässt der erste Schnee dagegen oft länger auf sich warten. Hier schneit es im Mittel erst Anfang bis Mitte Dezember zum ersten Mal. Frankfurt liegt klimatisch dazwischen: Hier treten erste Schneefälle in den meisten Jahren Ende November bis Anfang Dezember auf. Ganz anders sieht es in München aus. Dank der Nähe zu den Alpen und der kontinentaleren Lage kann es hier schon im Oktober vereinzelt Flocken geben. In vielen Jahren fällt der erste nennenswerte Schnee aber zwischen dem 5. und 20. November.

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Alles nur Statistik – kein Blick in die Glaskugel

So verlockend es klingt, aus diesen Daten den exakten Termin für den ersten Schneefall dieses Winters herauszulesen – es handelt sich ausschließlich um statistische Mittelwerte aus der Vergangenheit. Das tatsächliche Wetter kann natürlich ganz anders verlaufen: Manchmal schneit es schon früh im Oktober bis in tiefe Lagen, in anderen Jahren bleibt es bis Weihnachten grün. Laut einer alten Bauernregel kündigt das Wetter im September ein schneereiches Weihnachten an.

Wetterlagen wie Nordwestströmungen, Kaltlufteinbrüche aus Skandinavien oder Kältehochs über Osteuropa entscheiden, wann es wirklich losgeht. Doch eines steht fest: Mit dem Blick auf die Statistik kann man zumindest erahnen, wann die Chancen auf die ersten Flocken steigen – und das ist gar nicht mehr so lange hin.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

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