Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Zum 1. Advent droht Wetter-Chaos: Eisregen und spiegelglatte Straßen – eine Region besonders betroffen
Zum 1. Advent spitzt sich die Winterlage zu: Frost, gefrierender Regen und stürmischer Wind sorgen für gefährliche Glätte. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Der Winter zeigt sich pünktlich vor dem 1. Advent von seiner rutschigen Seite. Bereits in der Nacht zum Freitag (28. November) kühlt es in geschützten Tälern der süddeutschen Mittelgebirge und in den Alpen streng ab – die Temperaturen können unter –10 °C sinken.
Gleichzeitig frischt im Nordseeumfeld der Südwestwind zeitweise stark auf, mit Böen um etwa 60 km/h. Auf exponierten Gipfeln wie dem Brocken sind sogar 80 km/h möglich. Am Freitag bleibt der Wind in den Hochlagen lebhaft und erreicht 60–80 km/h, an der Nordsee sind rund 60 km/h denkbar. Noch gefährlicher wird jedoch die Glätte: In der Nacht zum Samstag besteht im Südosten erstmals das Risiko von gefrierendem Regen. Örtlich kann sich binnen Minuten spiegelglatte Glatteisbildung entwickeln – mit erheblichem Unfallpotenzial.
Wetter am Adventswochenende: Gefrierender Regen im Südosten, Sturmböen im Norden
Der Samstag (29. November) bringt vor allem in Südostbayern und im östlichen Bergland eine heikle Mischung aus gefrierendem Regen und Glatteis. Lokal sind sogar unwetterartige Verhältnisse möglich. Gleichzeitig dreht an der Nordsee der Wind auf West bis Südwest und erreicht auf den Inseln sowie Gipfellagen 60–90 km/h.
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Nach einer kurzen Windpause am Sonntagvormittag (30. November) frischt der Wind zum Abend hin erneut deutlich auf. An der Nordsee, später auch an der Ostsee, sind Sturmböen um 70–90 km/h möglich. Selbst im norddeutschen Binnenland können noch einmal Böen um 60 km/h auftreten. Im Südosten droht zum Abend erneut lokales Glatteis – besonders auf Brücken, in Tälern und an schattigen Straßenabschnitten.
Ausblick bis Dienstag: Wind bleibt ein Thema – Glatteis im Südosten kehrt zurück
Mit Beginn der neuen Woche bleibt das Wetter wechselhaft, allerdings wird es vorübergehend milder. Am Montag (1. Dezember) und Dienstag (2. Dezember) weht an der Nordsee und in Hochlagen weiterhin ein teils stürmischer Süd- bis Südwestwind mit Böen zwischen 60 und 80 km/h.
In den Alpen stellt sich zeitweise Föhn ein, was dort zu milderen Temperaturen führt, aber im Lee starke Windböen begünstigt. Ab Dienstagabend steigt im Südosten Deutschlands erneut die Gefahr von Glatteis, wenn feuchte Luft auf bodennahen Frost trifft. Für Autofahrer bedeutet das: besonders morgens und abends aufmerksam sein, Bremswege einplanen und lieber etwas langsamer unterwegs sein. Derweil deutet ein Lostag im November nichts Gutes für das Wetter im Frühling an.
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