Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Wende steht an: Schneesturm droht zu Karneval – ein Tag besonders im Fokus
Zum Fastnachtswochenende dreht das Wetter plötzlich auf Winter: Schnee, Eisregen und sogar Gewitter könnten viele Umzüge treffen. Eine Wetter-Kolume von Dominik Jung.
Ab Fastnachtssamstag (14. Februar) stellt sich die Wetterlage um. Hinter einer Kaltfront strömt polare Luft ein und sorgt in vielen Regionen für sinkende Temperaturen. Statt mildem Nieselregen drohen dann Schneeschauer, Graupel und einzelne Wintergewitter. Besonders in Schauernähe können die Straßen kurzfristig weiß werden, was den Reiseverkehr zu den Feiern erschwert.
In höheren Lagen bildet sich eher eine dünne Schneedecke, während es im Flachland häufig ein Wechsel aus nassen Flocken und Regen bleibt. Nachts kann gefrierende Nässe auftreten, sodass sich stellenweise Glätte bildet. Wer früh unterwegs ist, sollte die Entwicklung der Warnlagen genau verfolgen. Auch kurze Auflockerungen ändern wenig am insgesamt kühlen Eindruck der ersten Fastnachtstage.
Rosenmontag im Fokus der Wetter-Prognosen
Am Rosenmontag (16. Februar) rückt besonders der Westen in den Fokus. Einige Modelle lassen bereits in den frühen Morgenstunden, andere erst um die Mittagszeit eine kompakte Schneefront von Belgien her aufziehen, die Städte wie Köln, Düsseldorf oder das Ruhrgebiet erfassen könnte. Innerhalb kurzer Zeit wären mehrere Zentimeter nasser Schnee möglich, der sich auf kalten Flächen sogar vorübergehend halten kann.
Für die Umzüge bedeutet das ein erhöhtes Risiko durch Matsch und rutschige Wege. Gleichzeitig ist die Prognose noch sensibel, weil schon kleine Temperaturabweichungen entscheiden, ob Regen oder kräftiger Schneefall fällt und wie schnell sich eine geschlossene Schneedecke bildet. Besucher und Veranstalter sollten daher flexibel planen und kurzfristige Anpassungen einkalkulieren, falls sich die Zugwege oder Zeiten wetterbedingt ändern müssen.
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Glätte, Eisregen und unsichere Details
Auch abseits der großen Karnevalshochburgen bleibt die Lage wechselhaft. Zwischen Schneeschauern sind Graupel, stürmische Böen und einzelne Gewitter möglich, die regional überraschend kräftig ausfallen können. In den Nächten steigt bei Aufklaren die Gefahr von überfrierender Nässe oder leichtem Eisregen, was vor allem auf Brücken und Nebenstraßen kritisch werden kann. Autofahrer sollten genügend Zeit einplanen und auf wintertaugliche Ausrüstung achten.
Ob sich der Winter bis Fastnachtsdienstag komplett festsetzt, ist noch offen, doch die Tendenz zeigt derzeit eher eine anhaltend kalte und unbeständige Phase. Meteorologen raten deshalb, aktuelle Vorhersagen regelmäßig zu prüfen, da sich Zugbahn und Intensität einzelner Schneeschauer kurzfristig verschieben können und lokale Unterschiede wahrscheinlich bleiben.
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