Kolumne von Meteorologe Dominik Jung
Hurrikan Gabrielle rast auf Urlaubsparadies zu – Verwüstung durch Sturm und meterhohe Wellen drohen
Die Idylle der Azoren wankt: Hurrikan Gabrielle nähert sich mit zerstörerischer Wucht. Urlauber und Einheimische bangen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Ein Wetter-Szenario, das kaum jemand für möglich gehalten hätte, wird nun bittere Realität: Ausgerechnet das europäische Urlaubsparadies Azoren steht kurz vor einem direkten Hurrikan-Treffer. Gabrielle, so der Name des Sturms, rollt mit voller Kraft aus dem Atlantik heran und soll am Freitagmorgen (26. September) die Inselgruppe mitten im Ozean erreichen.
Was sonst aus Nachrichten aus der Karibik oder vom Golf von Mexiko bekannt ist, wird nun für Europa zur bedrohlichen Wirklichkeit. Meterhoher Wellengang, sintflutartige Regenfälle und Windgeschwindigkeiten von 150 bis 160 Kilometern pro Stunde stehen unmittelbar bevor. Experten warnen, dass die sonst so friedliche Naturkulisse binnen weniger Stunden in eine Sturmhölle verwandelt werden könnte.
Hurrikan Gabrielle bedroht die Azoren: Urlauber und Einheimische in Alarmbereitschaft
Besonders betroffen sind nicht nur die Küstenregionen, sondern auch viele Hotels und Ferienanlagen, die in den vergangenen Tagen noch voller sonnenhungriger Touristen waren. Für sie bricht nun ein Albtraum an, denn statt entspannter Tage am Strand droht eine Nacht voller Evakuierungen, Sturmwarnungen und Angst. Die Behörden haben längst Alarm geschlagen und fordern alle Menschen auf, Schutzräume aufzusuchen und das Meer um jeden Preis zu meiden.
Fischerboote wurden in Sicherheit gebracht, Schulen geschlossen, und in manchen Dörfern bereiten sich die Einwohner darauf vor, tagelang ohne Strom auszukommen. Die Bilder idyllischer Vulkaninseln und grüner Landschaften könnten sich bald in eine Szenerie aus umgestürzten Bäumen, überfluteten Straßen und zerstörten Häusern verwandeln.
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Europa erlebt ein seltenes Wetterextrem
Dass ein Hurrikan Europa in dieser Stärke bedroht, gilt als außergewöhnliches Ereignis. Zwar schwächt sich ein solcher Sturm auf dem langen Weg über den Atlantik oft ab, doch Gabrielle hat ihre Kraft bislang erstaunlich gut konserviert. Für Meteorologen ist das ein weiteres Warnsignal, dass die Weltmeere durch steigende Temperaturen immer häufiger extreme Wetterlagen begünstigen. Die Azoren stehen nun im Zentrum einer Katastrophe, deren Ausmaß noch niemand abschätzen kann.
Klar ist jedoch: Am Freitagmorgen wird Gabrielle mit voller Wucht zuschlagen und die Inseln hart treffen. Ob es gelingen wird, größere Schäden und Verluste zu verhindern, hängt von der Vorbereitung der Behörden und der Disziplin der Bevölkerung ab. Die kommenden Stunden werden über das Schicksal des europäischen Inselparadieses entscheiden.
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