Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Klassisches Herbstphänomen bleibt nun tagelang – Wetter-Prognosen zeigen Hoffnungsschimmer
Eine blockierte Wetterlage bestimmt die kommenden Tage. Regen bleibt Mangelware, die Temperaturen sinken nur leicht. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München - Über Mitteleuropa hat sich eine festgefahrene Wetterlage etabliert – und das dürfte sich in den kommenden sieben bis vierzehn Tagen kaum ändern. Ein stabiles Hochdruckgebiet blockiert die atlantischen Tiefs, die normalerweise für den dringend benötigten Regen sorgen würden. Besonders im Westen Deutschlands bleibt es damit nahezu trocken, während im Osten höchstens vereinzelt ein paar Tropfen fallen.
Die Wettermodelle zeigen auch mittelfristig keine nennenswerten Niederschläge, was die Trockenheit in einigen Regionen weiter verschärft. Gleichzeitig sorgt der Hochdruckeinfluss für ruhiges, aber zunehmend trübes Herbstwetter.
Wetter ab Montag etwas kühler, aber kein Wintereinbruch
Während anfangs noch milde Temperaturen dominieren, zeichnet sich zum Wochenbeginn eine leichte Abkühlung ab. Allerdings fällt diese längst nicht so deutlich aus, wie es zunächst den Anschein hatte. Die befürchtete Kaltluft aus dem Norden bleibt aus – stattdessen wird es einfach nur „herbstlich frisch“.
Tageshöchstwerte liegen meist zwischen 10 und 14 Grad, nachts kann es stellenweise in klaren Regionen Bodenfrost geben. Der Wind spielt kaum eine Rolle, was zwar angenehm ruhig wirkt, aber auch die Luftaustauschrate weiter reduziert. Damit kann sich Nebel und Hochnebel vielerorts hartnäckig halten.
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Trübes Oktober-Wetter – Sonne gibt es nur in Ansätzen
Der Oktober präsentiert sich bislang von seiner grauen Seite, und das dürfte vorerst so bleiben. Besonders in den Niederungen hängt der Nebel oft den ganzen Tag fest. Nur in höheren Lagen oder bei zufälligen Auflockerungen zeigt sich zwischendurch mal kurz die Sonne. Die Luftmassen sind feucht und stabil geschichtet – ein klassisches Herbstphänomen, das wenig Dynamik zulässt. Viele Orte erleben dadurch Tage mit kaum Temperaturunterschieden zwischen Früh und Spät. Das trübe Grau wirkt zwar unspektakulär, ist aber typisch für den Übergang vom Spätsommer zum Spätherbst.
Wetter-Hoffnung auf Sonne – aber mit Unsicherheiten
Ein kleiner Hoffnungsschimmer zeigt sich in den Prognosen für die kommende Woche. Dann könnten schwache Druckunterschiede und ein leicht auffrischender Ost- oder Nordostwind die feuchte Luftschicht aufbrechen. Das würde regional für mehr Sonne und etwas freundlichere Tage sorgen. Ob sich das wirklich durchsetzt, ist aber noch unklar – die Wettermodelle sind sich uneins. Sicher ist nur: Eine grundlegende Umstellung der Großwetterlage ist nicht in Sicht. Damit bleibt der Oktober wohl weiter ein Fall für Freunde von Nebel, Dunst und grauer Melancholie – während Sonnenfans noch etwas Geduld brauchen müssen.
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